Rhein-​Kreis Neuss: Sicheres Fleisch – Labor des Veterinäramts kann wei­ter Tiere auf Trichinen untersuchen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss kann sein Labor für die Untersuchung von Haus- und Wildtieren auf Trichinen wei­ter bereitstellen. 

Ein soge­nann­ter Ringversuch des bun­des­weit agie­ren­den Staatlichen Untersuchungsamts in Aulendorf/​Baden-​Württemberg wurde jetzt erfolg­reich absol­viert und die vor­lie­gende Zulassung auch für das kom­mende Jahr bestätigt.

Beim Ringversuch wur­den von den amt­li­chen Tierärzten und den Fleischkontrolleuren in Grevenbroich unter Aufsicht von Kreisveterinärrat Dr. Simon Eimer ins­ge­samt sechs Proben mit kor­rek­tem Ergebnis unter­sucht. Diese waren vor­her jeweils mit einer abge­zähl­ten Menge an Trichinen beimpft oder unbe­han­delt von Aulendorf ins Rheinland ver­sen­det wor­den. Hintergrund: Nicht nur Haus- und Wildschweine unter­lie­gen einer Untersuchungspflicht und wer­den lücken­los kon­trol­liert. Auch andere Tierarten, deren Fleisch zum Verzehr bestimmt ist und die den para­si­tär leben­den Würmern als Zwischenwirt die­nen kön­nen, müs­sen nach gel­ten­dem Recht unter­sucht werden. 

Bei den all­täg­li­chen Routineuntersuchungen im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wer­den ins­be­son­dere Fleischproben von allen im Rhein-​Kreis Neuss geschlach­te­ten oder erleg­ten Haus- und Wildschweinen, Schlachtpferden und ver­ein­zelt Dachsen oder Nutria kon­trol­liert. Dabei ist allein der qua­li­ta­tive Nachweis aus­schlag­ge­bend, das heißt ob die Probe Trichinen ent­hält oder nicht. Im Jahr 2014 wur­den 5916 geschlach­tete Hausschweine, 77 geschlach­tete Pferde und 387 erlegte Wildschweine auf Trichinen untersucht.

Durch den erfolg­rei­chen Abschluss des Ringversuchs kann das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss sowohl den im Kreis ansäs­si­gen Schlachtbetrieben als auch den hier wohn­haf­ten Jägern die Untersuchung auf Trichinen bei geschlach­te­ten Tieren und erleg­tem Wild wei­ter­hin auf dem bewie­se­ner­ma­ßen hohen Qualitätsniveau orts­nah anbie­ten”, so Eimer. Die nächst­ge­le­gene Untersuchungseinrichtung befin­det sich rund 40 Kilometer entfernt.

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