Blutspende und Typisierung im Rhein-​Kreis-​Neuss – Stefan-​Morsch-​Stiftung und der DRK-​Blutspendedienst rufen im Mai zur Hilfe für Krebspatienten auf

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Rhein-​Kreis Neuss – „Blutspender hel­fen Leukämiepatienten“ heißt eine erfolg­rei­che Kooperation des DRK-​Blutspendedienstes West und der Stefan-​Morsch-​Stiftung, Deutschlands ältes­ter Stammzellspenderdatei.

Seit Herbst 2013 koope­rie­ren die Organisationen zusam­men, um gemein­sam junge Menschen zur Blutspende und zur Typisierung zu moti­vie­ren. Zusammen mit den jewei­li­gen DRK-​Ortsvereinen wer­den Blutspendetermine ange­bo­ten, bei denen auch die Gelegenheit besteht, sich als Stammzellspender regis­trie­ren zu lassen.

So konn­ten im ver­gan­ge­nen Jahr rund knapp 10 000 neue poten­zi­elle Lebensretter in der Datei der Stefan-​Morsch-​Stiftung regis­triert wer­den. Und durch die Aufrufe kamen auch neue Blutspender zu den DRK-Ortsvereinen.

Ziel ist es junge Menschen am Sonntag, 10. Mai, 8.30 bis 13 Uhr, in der Diedrich-​Uhlhorn-​Realschule, Heyerweg 12, in Grevenbroich-​Wevelinghoven, zur Blutspende zu moti­vie­ren und sich als Stammzellspender für Leukämie- und Tumorkranke bei der Stefan-​Morsch-​Stiftung regis­trie­ren zu lassen.

Es gibt wich­tige Gründe für diese Zusammenarbeit des DRK und der Stammzellspenderdatei: Ist ein Mensch an Leukämie erkrankt, kann er durch eine Blutstammzelltransplantation even­tu­ell geheilt wer­den. Deshalb wirbt die Stefan-​Morsch-​Stiftung, seit fast 30 Jahren für eine Registrierung als Stammzellspender. Blutspender sind aber ebenso wich­tig für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind:

Bis ein pas­sen­der Stammzellspender gefun­den wird, benö­tigt der Patient oft Bluttransfusionen. Dann muss sich die Patientin oder der Patient vor der Transplantation einer Chemotherapie oder Bestrahlung unter­zie­hen. Dadurch wird das blut­bil­dende System größ­ten­teils bzw. ganz aus­ge­schal­tet. Nach der Transplantation der Stammzellen, kann es zwei bis drei Wochen dau­ern bevor die blut­bil­den­den Stammzellen ihre Arbeit auf­neh­men. In die­ser Zeit benö­tigt der Patient, wie­der Blutpräparate – manch­mal täglich.

Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stefan-​Morsch-​Stiftung, erklärt: „Kein Leukämiepatient kann trans­plan­tiert wer­den ohne dass es genü­gend moti­vierte und enga­gierte Blutspender gibt.“

Der DRK Blutspendedienst und die Stiftung ver­wei­sen auf die Folgen des demo­gra­fi­schen Wandels: „Die stei­gende Lebenserwartung älte­rer Menschen und das Ausscheiden von Spendern aus Alters- und Gesundheitsgründen wir­ken sich in gro­ßem Umfang auf den Bedarf an Blutkonserven aus.“ Emil Morsch betont: „Es ist wich­tig, junge Menschen über das Thema Blutspende und Stammzellspende zu informieren.“

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren bis 40 Jahre kos­ten­los regis­trie­ren las­sen. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www​.ste​fan​-morsch​-stif​tung​.de oder der gebüh­ren­freien Hotline 0800 – 76 67 724 infor­mie­ren. So muss man min­des­tens 50 Kilo wie­gen, ähn­lich wie bei der Blutspende. Die Typisierung ist ganz ein­fach. Das Motto lau­tet „1 Mal ste­chen, 2 Mal hel­fen“. Blutspender, die sich typi­sie­ren las­sen wol­len, bekom­men ein­fach ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätz­lich abge­nom­men. Dieses Röhrchen geht dann zu Analyse ins Labor der Stefan-​Morsch-​Stiftung. Die Gewebemerkmale wer­den dort regis­triert und anony­mi­siert an das deut­sche Zentralregister (ZKRD) wei­ter­ge­ge­ben, wo sie für welt­weite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Bei der Blutspende sind die Altersgrenzen anders. Neuspender dür­fen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wis­sen wol­len, hat der DRK-​Blutspendedienst West im Spender-​Service-​Center eine kos­ten­lose Hotline geschal­tet. Unter 0800 – 11 949 11 wer­den mon­tags bis frei­tags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beant­wor­tet. Oder infor­mie­ren Sie sich im Internet unter www​.blut​spen​de​dienst​-west​.de.

Die Stefan-​Morsch-​Stiftung

Die Stefan-​Morsch-​Stiftung ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bie­tet die Stiftung seit fast 30 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Das heißt, Menschen kön­nen sich hier als Spender regis­trie­ren las­sen. Ihre Daten wer­den anony­mi­siert in das Zentrale Knochenmarkspender-​Register für die Bundesrepublik Deutschland (ZKRD) ein­ge­tra­gen. 27 Dateien – wie die Stefan-​Morsch-​Stiftung – spei­sen die Daten der Spender dort ein, damit sie für welt­weite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

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