Dormagen: Stadtteilgespräch – Bezirksregierung sieht sie­ben Hektar Bauland im Nordosten vor

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Rheinfeld –Mehr als 50 Rheinfelder Bürger kamen am Mittwochabend trotz schöns­ten Frühlingswetters ins Feuerwehrgerätehaus, um mit der Stadtverwaltung über die bau­li­che Entwicklung und die Verkehrssituation in ihrem Ort zu diskutieren. 

Zum Stadtteilgespräch hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld ein­ge­la­den. Über die Entwicklungsperspektiven, die der neue Regionalplanentwurf für Rheinfeld bie­tet, berich­tete Städtebaufachbereichsleiter Gregor Nachtwey. Die Bezirksregierung sieht hier noch wei­te­ren Bedarf an Wohnbauflächen und hat dafür sie­ben Hektar im Nordosten des Stadtteils vorgesehen.

Die Stadtverwaltung regte aller­dings einen ande­ren Zuschnitt der Fläche an, damit die künf­ti­gen Baugrundstücke bes­ser par­zel­liert wer­den kön­nen. Bei den Bürgern stieß dies auf Zustimmung.

Bereits heute sind in Rheinfeld auch bau­li­che Entwicklungsmöglichkeiten neben dem Schützenplatz und auf einer bis­her land­wirt­schaft­li­chen Fläche nörd­lich des Ortes vor­han­den. Zwei Doppelhäuser und ein Einzelhaus sol­len zudem auf dem ehe­ma­li­gen Spielplatz an der Memeler Straße ent­ste­hen. Nach Anregungen aus der Bürgerschaft hat die Verwaltung dort die ursprüng­li­chen Pläne für eine grö­ßere Bebauung ange­passt. Beim Stadtteilgespräch gab es dar­über hin­aus den Vorschlag, auch die Pläne aus den 70-​er Jahren für eine Bebauung der lan­gen Gärten an der Rheinfelder Straße noch ein­mal aufzugreifen.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Intensiv wurde an dem Abend über die Verkehrssituation dis­ku­tiert. Kritik gab es an der Ampelschaltung auf der Kreuzung B 9/​Europastraße. Auch der Leiter der Technischen Betriebe Dormagen, Gottfried Koch, bestä­tigte den Eindruck, dass sich die Ampelschaltung dort seit dem Bau des neuen Radweges ver­schlech­tert hat und sich der Verkehr von Dormagen nach Rheinfeld dadurch stär­ker staut. „Wir küm­mern uns darum beim zustän­di­gen Landesbetrieb Straßen NRW“, ver­sprach er.

Um den Rückstau wäh­rend der Hauptverkehrszeiten an der Ampelkreuzung Walhovener Straße/​B 9 zu ent­schär­fen, den­ken die Technischen Betriebe dort über einen freien Rechtsabbieger nach. „Dabei darf aber nicht die Sicherheit der Radfahrer gefähr­det wer­den“, so Koch. Den bereits seit lan­gem bestehen­den Wunsch, das Tempolimit auf der B 9 in Höhe der Walhovener Straße von 70 auf 50 Stundenkilometer zu redu­zie­ren, wird die Verwaltung bei Straßen NRW eben­falls noch ein­mal vortragen.

Ein wei­te­res Thema des Stadtteilgesprächs war die Rheinwassertransportleitung, mit der im Zeitraum ab etwa 2030 der Tagebau Garzweiler ver­füllt wer­den soll. Hier gibt es eine Trassenvariante süd­lich von Worringen, prio­ri­siert wird der­zeit aber eine Trasse über das Dormagener Stadtgebiet mit drei mög­li­chen Rheinanschlüssen zwi­schen Zons und Rheinfeld. Die Entscheidungen über die­ses Projekt fal­len im Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln. „Bis Juni 2016 soll für die unter­ir­di­sche Transportleitung eine Umweltverträglichkeitsprüfung erar­bei­tet wer­den“, erläu­terte Fachbereichsleiter Nachtwey. Danach star­tet das öffent­li­che Beteiligungsverfahren, bei dem auch die Bürger ihre Anregungen und Bedenken ein­brin­gen kön­nen. Im Jahr 2025 soll der Bau der zwei­roh­ri­gen Pipeline beginnen.

Zum Schluss des Forums stellte sich auch der neu gewählte Deichgräf Reinhard Hauschild den Fragen der Anwesenden. Nach rund zwei Stunden inten­si­ver Diskussion been­dete der Bürgermeister die Veranstaltung mit einem beson­de­ren Dankeschön an den Löschzugführer Erik Heinen und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die sich um die Bewirtung kümmerten.

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