Abschlussbilanz zum ers­ten euro­pa­wei­ten Blitz-​Marathon für den Rhein-​Kreis Neuss

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Am Donnerstag (16.4.) um Mitternacht endete der ins­ge­samt achte Blitz-​Marathon auch im Rhein-​Kreis Neuss. Anders als in den ver­gan­ge­nen Jahren kon­trol­lier­ten die Ordnungshüter keine 24 Stunden lang. 

Mit Rücksicht auf die Trauerfeier zum Gedenken der Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich endete der aktu­elle Blitz-​Marathon bereits nach 18 Stunden.

Die Polizei zieht ein posi­ti­ves Resümee der Aktion. Am Donnerstag (16.4.), zwi­schen 6 und 24 Uhr, wur­den im Rhein-​Kreis Neuss ins­ge­samt 25.679 Kraftfahrzeuge gemes­sen. Die Zahl der fest­ge­stell­ten Geschwindigkeitsverstöße lag bei 899. Dies ent­spricht einer Quote von 3,5 Prozent. Damit liegt der pro­zen­tuale Anteil der Verkehrsteilnehmer die zu schnell unter­wegs waren, 1,3 Prozent höher als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Neben den Messstellen, die beim öffent­li­chen Voting im Internet die meis­ten Stimmen erhal­ten hat­ten, über­wachte die Polizei auch die Geschwindigkeit an Straßen, die von Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld als „Raserstrecken” benannt wor­den waren.

Der offen­sive Einsatz von Polizei und den betei­lig­ten Kommunen im Rhein-​Kreis Neuss hatte auch die­ses Mal zur Folge, dass die meis­ten Verkehrsteilnehmer lang­sa­mer und dis­zi­pli­nier­ter fuh­ren. Wer aber denkt, er müsse nur wäh­rend des Blitz-​Marathons auf sein Tempo ach­ten, der irrt. Bei fast jedem Verkehrsunfall ent­schei­det die gefah­rene Geschwindigkeit über die Schwere der mög­li­chen Folgen und damit mög­li­cher­weise über Leben und Tod. Deshalb geht die Polizei nach wie vor an 365 Tagen im Jahr gegen Raser vor.

Nach nun­mehr 18 Stunden Blitz-​Marathon, lie­gen für die Städte und Gemeinden im Rhein-​Kreis Neuss fol­gende Ergebnisse von den Messstellen der Polizei und der Kommunen vor:

Stadt Neuss
Insgesamt wur­den in der Kreisstadt an ver­schie­de­nen Messstellen 5.322 Fahrzeuge gemes­sen. 183 Autofahrer waren zu schnell.

Stadt Dormagen
2927 Messungen mit 73 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Grevenbroich
7.638 Messungen mit 484 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Meerbusch
2.860 Messungen mit 70 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Kaarst
339 Messungen mit 19 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Korschenbroich
956 Messungen mit nur 4 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Gemeinde Jüchen
Bei 2.775 gemes­se­nen Fahrzeugen waren 42 zu schnell unterwegs.

Gemeinde Rommerskirchen
Von 2.862 Kraftfahrern über­schrit­ten 24 die zuläs­sige Höchstgeschwindigkeit.

Den trau­ri­gen „Tagessieg” fuhr eine Frau ein. Sie war in Grevenbroich an der Landstraße 142 mit 112 Stundenkilometern unter­wegs, obwohl dort nur 50 erlaubt waren. Damit war sie mehr als dop­pelt so schnell wie erlaubt. Die Konsequenzen sind zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und eine Geldbuße in Höhe von 440 Euro.

Ein Gefahrguttransporter wurde an der­sel­ben Messstelle mit 33 Stundenkilometern zu viel gemes­sen. Für den Fahrzeugführer bedeu­tet dies eben­falls zwei Punkte in Flensburg. Hinzu kom­men 320 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

In Jüchen an der Landstraße 116 maß die Polizei einen Autofahrer mit 105 Stundenkilometern, wo 70 erlaubt waren. Die Folge: ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 120 Euro.

In Neuss an der Weberstraße schrammte ein Pizzataxifahrer nur knapp an einem Fahrverbot vor­bei, als er mit 60 Stundenkilometern anstatt der erlaub­ten 30 unter­wegs war.

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