Rhein-​Kreis Neuss: Gisela Dornbusch aus Dormagen bekam das Bundesverdienstkreuz am Band

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss/​Dormagen – Jahrzehntelanger Einsatz für die Integration von Migrantinnen und Migranten hat im Kreishaus Grevenbroich seine Würdigung erfahren: 

Gisela Dornbusch aus Dormagen bekam vom Ersten stell­ver­tre­ten­den Landrat Dr. Hans-​Ulrich Klose das Bundesverdienstkreuz am Bande über­reicht. Sie gehörte in den 1990er Jahren zu den ers­ten Aktiven des öku­me­ni­schen Arbeitskreises „Asyl” in ihrer Heimatstadt, der sich um Probleme von Asylsuchenden küm­mert, sie zu Behörden beglei­tet oder Arztbesuche organisiert.

Erster stellvertretender Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose überreichte Gisela Dornbusch aus Dormagen im Kreishaus Grevenbroich das Verdienstkreuz am Bande. Foto: M. Reuter/ Rhein-Kreis Neuss
Erster stell­ver­tre­ten­der Landrat Dr. Hans-​Ulrich Klose über­reichte Gisela Dornbusch aus Dormagen im Kreishaus Grevenbroich das Verdienstkreuz am Bande. Foto: M. Reuter/​Rhein-​Kreis Neuss

Im Lauf der Zeit fiel Gisela Dornbusch zuneh­mend auf, dass beson­ders die aus­län­di­schen Mädchen Probleme haben, außer­halb ihrer Familien Kontakt mit Gleichaltrigen auf­zu­bauen. 2002 grün­dete sie des­halb eine mul­ti­kul­tu­relle Gruppe mit weib­li­chen Jugendlichen zwi­schen 14 und 20 Jahren. Viele Mädchen sind tami­li­scher Herkunft oder stam­men aus Eritrea, Mazedonien, Sri Lanka, Indien, dem Kosovo oder aus der Türkei.

Anfangs traf sich die Gruppe ein­mal pro Woche, um über Schule und Ausbildung, Elternhaus und Freizeit zu reden, um zu tan­zen, zu malen oder zu spie­len. Auch Ausflüge stan­den auf dem Kalender. Dann kam die Hausaufgaben-​Betreuung hinzu.

Die Bildung ist der neuen Bundesverdienstkreuz-​Trägerin näm­lich beson­ders wich­tig. Drei afgha­ni­sche Jugendliche und ein tür­ki­sches Mädchen aus ihrer Gruppe haben inzwi­schen das Abitur bestan­den, wor­auf sie außer­or­dent­lich stolz ist. Bekannt gewor­den ist Gisela Dornbusch auch durch die von ihr ins Leben geru­fene Tanzgruppe „Tamile Little Stars”, in der tami­li­sche Kinder die Traditionen ihrer Heimat pfle­gen. Bei vie­len Veranstaltungen wie dem Horremer Markt, dem Integrationsfest, bei Frühlingsfesten oder beim „Fest der Generationen” tre­ten sie oft­mals in präch­ti­gen Trachten auf.

Ihr Engagement ist ein Musterbeispiel für eine prak­ti­sche, gelun­gene Integration, bei der hei­mat­li­che Traditionen gepflegt wer­den, die deut­sche Sprache ver­mit­telt wird, Schulabschlüsse gelin­gen und Freundschaften über natio­nale Grenzen hin­weg geschlos­sen wer­den”, lobte Klose Dornbuschs Engagement in sei­ner Laudatio. Sie sei vie­len Menschen, die in ihrer Heimat ver­folgt wor­den seien, Halt und Hoffnung gewor­den. Bereits im Jahr 2013 erhielt Gisela Dornbusch bei der Verleihung des Integrationspreises des Rhein-​Kreises Neuss eine Urkunde als Anerkennung für ihr Projekt „Multikulturelle Mädchengruppe”. 

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)