Das Kreisumweltamt infor­miert: Während der Brutzeit Hecken nicht radi­kal her­un­ter schneiden

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Hecken und Büsche dür­fen jetzt wäh­rend der Nist- und Brutzeit nicht gero­det oder radi­kal zurück geschnit­ten werden. 

Das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss weist dar­auf hin, dass diese Schonzeit von Anfang März bis Ende September dau­ert. „Das gilt auch inner­halb von Ortschaften, denn Hausgärten sind wich­tige Lebensräume”, betont Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky.

Wer zum Beispiel in sei­ner Hecke ein bewohn­tes Vogelnest fin­det, sollte auf jeden Fall mit dem Rückschnitt war­ten.” Während Hecken einer­seits Kleintieren und Vögeln Nist- und Versteckmöglichkeiten bie­ten, sind sie ande­rer­seits wäh­rend der Blütezeit zusam­men mit ande­ren Gartenpflanzen Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Erlaubt sind zur­zeit nur scho­nende Pflegeschnitte zur Beseitigung jun­ger Triebe, um zum Beispiel an Wegen die Verkehrssicherheit zu gewähr­leis­ten. Ausnahmen gel­ten für behörd­lich ange­ord­nete oder zuge­las­sene Maßnahmen, die im öffent­li­chen Interesse nicht zu einer ande­ren Jahreszeit durch­ge­führt wer­den kön­nen, und zum Beispiel für Bäume auf gärt­ne­risch genutz­ten Flächen und im Wald.

Darüber hin­aus weist das Umweltamt dar­auf hin, dass Vogelnester an Häusern nicht ein­fach ent­fernt wer­den dür­fen. Wenn zum Beispiel Fassadenarbeiten an der Hauswand geplant sind, kön­nen die Handwerker mit ihren Arbeiten erst begin­nen, wenn das Nest nicht mehr bewohnt ist. Verstöße gegen die Schutzbestimmungen sind Ordnungswidrigkeiten, die zu einer Geldbuße füh­ren können.

Fragen zum Landschaftsschutz beant­wor­tet Ulrich Schmitz von der Unteren Landschaftsbehörde im Amt für Umweltschutz des Rhein-​Kreises Neuss unter Telefon 02181 601‑6840.

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