Flugzeugunglück – „Sonderkommission Alpen” im Dauereinsatz – Identifizierung der Opfer wei­ter fortgeschritten

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf (ots) – Unter der Leitung des Kriminaldirektors Roland Wolff hat die Düsseldorfer Polizei die Ermittlungen zur Aufklärung des Flugzeugabsturzes in den fran­zö­si­schen Alpen wei­ter vorangetrieben. 

Etwa 100 Beamtinnen und Beamte sind der­zeit aus­schließ­lich mit der Identifizierung der Opfer des Unglücks sowie der Aufhellung der Todesursache beschäf­tigt. Allein die eigens zu die­sem Zweck ein­ge­setzte Mordkommission zählt rund 50 spe­zia­li­sierte Ermittler.

Von der ers­ten Stunde an waren das Düsseldorfer Polizeipräsidium sowie die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen rings um den Absturz des Flugzeugs in den fran­zö­si­schen Alpen invol­viert. Zwischenzeitlich hatte die „Sonderkommission Alpen” eine Größe von über 200 Personen.

Seit sich die Hinweise ver­dich­te­ten, dass der Absturz vor­sätz­lich her­bei­ge­führt wor­den sein könnte, sind 50 spe­zia­li­sierte Ermittler in einer Mordkommission zusam­men­ge­fasst wor­den. Sie befas­sen sich aus­schließ­lich mit der Aufklärung der Todesursache der 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Germanwings-​Fluges 4U 9525. Noch am Donnerstag (26. März) wur­den die Wohnung des Co-​Piloten in Düsseldorf-​Unterbach sowie, zusam­men mit den Kollegen der Rheinland-​Pfälzischen Polizei, die Wohnanschrift sei­ner Eltern in Montabaur durchsucht.

Die sicher­ge­stell­ten Gegenstände und Unterlagen wur­den bereits zu einem Großteil unter­sucht, deren Bewertung dau­ert aber nach wie vor an.

Darüber hin­aus gilt es nach wie vor, die Identifizierung der Opfer zu ermög­li­chen. Hierzu suchen die Ermittlerteams zusam­men mit Seelsorgern u. a. die Wohnanschriften der aus Nordrhein-​Westfalen stam­men­den Opfer auf, um Vergleichsmaterial (DNA, Fingerabdrücke, etc.) sicher­zu­stel­len. Das Material wird zen­tral beim Bundeskriminalamt unter­sucht und ausgewertet.

Da hier nicht nur mit einem hohen Maß an Zurückhaltung und Empathie, son­dern auch mit gro­ßer Sorgfalt vor­ge­gan­gen wird, sind die Ermittlungen zwar bereits fort­ge­schrit­ten, wer­den aber sicher noch Wochen in Anspruch neh­men, was auch von dem Fortschritt der Bergungsmaßnahmen in Frankreich abhän­gig ist.

Zwischenzeitlich ist eine fran­zö­si­sche Polizeidelegation in der Landeshauptstadt ange­kom­men, um sich vor Ort über den aktu­el­len Stand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei Düsseldorf zu infor­mie­ren und über die bis­he­ri­gen Erkenntnisse der fran­zö­si­schen Spezialisten zu berich­ten. Auch zwei Fachleute für die Untersuchung von Flugzeugabstürzen koope­rie­ren nun mit den deut­schen Kollegen der „Sonderkommission Alpen”.

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