Rhein-​Kreis Neuss setzt sich für den Fortbestand der Notfallpraxen ein

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Krankenhausausschuss des Rhein-​Kreises Neuss for­dert den Fortbestand einer flä­chen­de­cken­den orts­na­hen Versorgung mit Notfallpraxen in sei­nem Gebiet.

Und dazu gehöre „auch unab­ding­bar eine Notdienstpraxis in Dormagen“, wie es in einer von Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke unter­zeich­ne­ten Resolution zur geplan­ten Neuorganisation des all­ge­mei­nen ärzt­li­chen Notdienstes im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein heißt. Adressaten sind Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens und KV-​Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Potthoff.

Die Mitglieder des Krankenhausausschusses haben den Beschluss der KV-​Vertreterversammlung zur Reduzierung von aktu­ell 84 Notfallpraxen auf künf­tig 41 Standorte mit Sorge zur Kenntnis genom­men. „Als Kreistagsmitglieder und sach­kun­dige Bürger sind die Mitglieder des
Krankenhausausschusses im regel­mä­ßi­gen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern und wis­sen, dass die dies­be­züg­li­chen Meldungen in den Medien zu einer star­ken Verunsicherung in der Bevölkerung unse­res Kreises und dar­über hin­aus füh­ren“, so die Politiker.

Der Ausschuss teilt die Auffassung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-​Westfalen, „dass sich die Patientinnen und Patienten in unse­rer Region dar­auf ver­las­sen kön­nen müs­sen, dass sie in Notfällen außer­halb der Sprechstundenzeiten der nie­der­ge­las­se­nen Ärzte in Notdienstpraxen orts­nah behan­delt wer­den“. Seit über zehn Jahren gibt es etwa den ärzt­li­chen Bereitschaftsdienst in Dormagen, der über
10 000 hil­fe­su­chende Patientinnen und Patienten pro Jahr versorgt.

Mit der geplan­ten Aufgabe der Notfallpraxis in Dormagen nimmt die Vertreterversammlung der Vertragsärzte eine nicht hin­nehm­bare Reduzierung des Versorgungsangebots vor“, wie es in der Resolution zu lesen steht. Nicht oder nur gering mobile Bürgerinnen und Bürger hät­ten somit nicht mehr die Möglichkeit, in ange­mes­se­ner Zeit und ange­mes­se­ner Entfernung eine ver­trags­ärzt­li­che Versorgung außer­halb der regu­lä­ren Praxisöffnungszeiten zu erreichen.

Es stehe zudem zu befürch­ten, dass die ohne­hin unter einem hohen Druck ste­hen­den Notfallambulanzen der Krankenhäuser durch die geplan­ten Schließungen einer mas­siv stei­gen­den Anzahl hil­fe­su­chen­der Patientinnen und Patienten gegen­über stün­den. „Dies ist mit der vor­han­de­nen Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Häusern nicht zu leis­ten und zudem nicht pri­märe Aufgabe der sta­tio­nä­ren Versorgungseinrichtungen“, sind die Fachpolitiker überzeugt.

Unabhängig von den Beratungen der Bund-​Länder-​Arbeitsgruppe zur
Krankenhausreform über eine Sicherstellung des ver­trags­ärzt­li­chen Notdienstes bie­tet der Krankenhausausschuss dem KV-​Vorstand aus­drück­lich die Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Dormagen an, wenn es um die Gestaltung der Versorgung außer­halb der regu­lä­ren Praxisöffnungszeiten geht. 

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