Neuss: Katholische Jugendwerke haben sich neu aufgestellt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Katholischen Jugendwerke im Rhein-​Kreis Neuss e.V. (KJW) haben sich in den ver­gan­ge­nen zwei Jahren voll­stän­dig neu aufgestellt. 

Auf eine recht­li­che Umstrukturierung folg­ten ein neuer Vorstand und auch eine Neuausrichtung der Arbeit. Der Verein sieht sich nun gut gerüs­tet für die Zukunft.

Zuletzt war der 1997 gegrün­dete Verein in viel­fa­cher Hinsicht als Jugendhilfeträger aktiv: vier offene Jugendeinrichtungen in Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen, drei jugend­pas­to­rale Ausgangspunkte, den Jugendmigrationsdienst im Rhein-​Kreis Neuss, 13 Maßnahmen “Übermittag” im Bereich der wei­ter­füh­ren­den Schulen in Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich und Neuss sowie sechs offene Ganztagsgrundschulen in Dormagen, Kaarst und Neuss betrie­ben die KJW in enger Zusammenarbeit mit der Katholischen Jugendfachstelle Düsseldorf.

In den Jahren 2012 und 2013 haben die KJW gemein­sam mit den Katholischen Jugendwerken Düsseldorf und dem Erzbistum Köln die Katholische Jugendagentur Düsseldorf gGmbH (KJA) gegrün­det und in einem wei­te­ren Schritt sämt­li­che Einrichtungen auf sie über­tra­gen. Seitdem sind die Katholischen Jugendwerke als Gesellschafter für die Arbeit der KJA mit­ver­ant­wort­lich, sie neh­men Aufgaben in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat wahr. Die neue Struktur war erfor­der­lich gewor­den, um das große Angebot für Kinder und Jugendliche auf eine pro­fes­sio­nelle und sichere Basis zu stellen.

Auf die orga­ni­sa­to­ri­sche Umstrukturierung folg­ten die Wahl eines neuen Vorstands und Neuausrichtung der Arbeit. Vorsitzender ist seit­dem Thomas Kaumanns (32) aus Neuss. Sein Stellvertreter ist Olaf Reinartz, wei­te­res Vorstandsmitglied ist Heidrun Steinwartz. “Hinter uns liegt eine arbeits­rei­che Zeit, in Zukunft kön­nen wir uns wie­der ganz der Arbeit für Kinder und Jugendliche wid­men”, sagt der Vorsitzende Thomas Kaumanns.

Einen ers­ten Arbeitsschwerpunkt hat der Vorstand bereits gefun­den: Das Wort Inklusion ist seit eini­gen Jahren in aller Munde, wenn es um die Schule geht. “Inklusion darf aber nicht mit dem Gong der letz­ten Schulstunde auf­hö­ren“, sagt Kaumanns. “Auch in der Kinder- und Jugendarbeit – etwa in Kirchengemeinden, Verbänden oder offe­nen Einrichtungen – kön­nen Behinderungen dazu füh­ren, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen an den Angeboten teil­neh­men kön­nen. Besonders tra­gisch ist das mit Blick auf die spi­ri­tu­el­len Bedürfnisse von behin­der­ten Menschen.” Die KJW haben sich des­halb zum Ziel gesetzt, den Gedanken der Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit zu ver­brei­ten. Das gilt vor allem für kirch­li­che Träger und Anbieter, soll aber auch dar­über hin­aus Wirkung entfalten.

In einem ers­ten Schritt wur­den zahl­rei­che Akteure der kirch­li­chen Jugendarbeit befragt, wie es in ihrem Tätigkeitsfeld um die Inklusion steht. Auf Grundlage die­ser Analyse sol­len dem­nächst kon­krete Projekte folgen.

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