Auf Jugendschutz bei Videoportalen achten

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Viele Kinder und Jugendliche nut­zen Videoportale. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ emp­fiehlt Eltern, geeig­nete Angebote zu wäh­len, die Accounts kin­der­si­cher ein­zu­rich­ten und mit ihrem Kind Regeln zu vereinbaren.

Kurz ein paar lus­tige Tierclips sehen, sich Schminktipps holen, über die neu­es­ten Games infor­mie­ren oder ein paar Folgen der Lieblingsserie anschauen: viele Kinder und Jugendliche nut­zen Online-​Videotheken, die Mediatheken der TV-​Sender und Videoplattformen, zuneh­mend über mobile Geräte wie Smartphone und Tablet oder inter­net­fä­hige TV-​Geräte, also Smart-TVs.

Das bekann­teste Portal YouTube hat nun in den USA YouTubeKids ver­öf­fent­licht, eine Android-​App für Kinder. Sie soll sprach­ge­steu­ert sein, damit Kinder ohne Schreibkenntnisse die App nut­zen kön­nen, Inhalte fil­tern und Kommentare aus­blen­den. Ob und wann die App in Deutschland erhält­lich ist, ist noch unklar.

YouTube & Co nicht für Kinder geeig­net
Generell sind jedoch Videoportale wie YouTube immer noch wegen unzu­rei­chen­dem Jugend- und Datenschutz für Kinder nicht geeig­net. Die Angebote sind nicht oder unzu­rei­chend kate­go­ri­siert, so dass Jugendschutzprogramme nicht ein­zelne Inhalte, son­dern gleich die ganze Seite sper­ren, auch wenn sich dar­auf für Kinder geeig­nete Inhalte befin­den. Schwierig sind schließ­lich auch die Kommentare zu den ein­zel­nen Clips, die oft nicht kind­ge­recht sind. YouTube ist ohne­hin erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt, doch ist keine Altersprüfung erforderlich.

Damit ihr Kind nicht mit unge­eig­ne­ten Inhalten kon­fron­tiert wird, schauen Eltern am bes­ten genau hin, was es sich über wel­chen Kanal ansieht, ach­ten auf gesetz­li­che Altersfreigaben und päd­ago­gi­sche Altersempfehlungen von päd­ago­gi­scher Seite und machen sich mit dem tech­ni­schen Jugendschutz ver­traut“, so „SCHAU HIN!“-Mediencoach Kristin Langer. Doch ist kein Schutz ist all­um­fas­send und ersetzt die Begleitung der Eltern.

Jüngeren Kindern kön­nen Eltern alters­ge­rechte und mode­rierte Alternativen wie die Videoplattform „juki“ anbie­ten. Hier kön­nen Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren alters­ge­rechte Videos anse­hen und eigene Beiträge hoch­la­den. Die päd­ago­gisch betreute Seite ist ein Projekt des Deutschen Kinderhilfswerkes, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-​Diensteanbieter, der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und Google Deutschland. 

Portale sichern
Möchten ältere Kinder unbe­dingt YouTube nut­zen, sollte zumin­dest der „Sichere Modus“ akti­viert sein. So kön­nen unpas­sende Inhalte gefil­tert wer­den, auch wenn die­ser Schutz nicht umfas­send ist. Damit wird auch auto­ma­tisch Google SafeSearch ein­ge­stellt, mit der Sucheingaben und –ergeb­nisse gefil­tert wer­den. Auch die YouTube-​App bie­tet die Möglichkeit je nach Gerät einen „Sicheren Modus“ oder eine „Safe-​Search Filter“ zu akti­vie­ren. YouTube bie­tet dazu auch einen Elternleitfaden an: www​.sup​port​.google​.com/​y​o​u​t​u​b​e​/​a​n​s​w​e​r​/​2​8​0​2​2​7​2​?​h​l​=de.

5 Tipps zum kind­ge­rech­ten Streamen
Folgende Tipps hel­fen Eltern beim kind­ge­rech­ten Umgang mit Bewegtbild im Netz: 

  1. Angebote prü­fen: Inhalte gemein­sam anse­hen und im Gespräch dazu bleiben.
  2. Jugendschutz akti­vie­ren: Sicherheitseinstellungen am Gerät und im Browser akti­vie­ren und Jugendschutzprogramme instal­lie­ren. Bei Browsern emp­fiehlt sich der „KinderServer“, bei mobi­len Geräten die App „Meine-​Startseite“ oder die „Vodafone Child Protect App“.
  3. Inhalte fil­tern: „Sicheren Modus“ akti­vie­ren und wenn mög­lich über eine PIN sichern. 
  4. Inhalte mel­den: Nicht jugend­freie Angebote dem Jugendschutzbeauftragten der Website oder Meldestellen wie jugend​schutz​.net und i‑KiZ.de melden.
  5. Fernsehdauer regeln: Bei jün­ge­ren Kindern feste Zeiten pro Tag, bei älte­ren Kindern ein Wochenkontingent ver­ein­ba­ren. Als Orientierung gilt ein Limit von zehn Minuten je Lebensjahr pro Tag bzw. Stunden je Lebensjahr pro Woche. 

SCHAU HIN!“ bie­tet auf der Website www​.schau​-hin​.info wei­tere Informationen zum Umgang mit Internet und TV, eine Übersicht zu Jugendschutzmodi bei Videoportalen in einer Bildstrecke sowie Hinweise zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutzprogrammen. Geeignete Kinderseiten zum Filmeschauen bie­tet „klick​-tipps​.net“ auf www​.klick​-tipps​.net/​t​o​p​1​0​0​/​f​i​l​m​e​-​s​c​h​a​uen.

SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemein­same Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wei­te­ren Beteiligten.

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