Neuss: Minguett Quartett und PianoDuo GrauSchumacher

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Eine bewegte Vergangenheit hat das kam­mer­mu­si­ka­li­sche Werk, mit dem das Klavierduo GrauSchumacher und das Minguet Quartett am Dienstag, 3. März 2015, 20 Uhr, das achte Neusser ZeughausKonzert der lau­fen­den Saison im Zeughaus Neuss, Markt 42–44, einleiten: 

Was Johann Sebastian Bach ursprüng­lich als Doppelkonzert für Violine, Oboe und Streicher kom­po­nierte, wurde ein Opfer der Zeit, blieb aber glück­li­cher­weise durch ein Arrangement bewahrt. Es ist ein kraft­vol­les und vir­tuo­ses Stück, das das heu­tige Publikum in den ver­schie­dens­ten Fassungen zu fas­zi­nie­ren vermag.

Selten frei­lich wird man es so zu hören bekom­men wie jetzt, wo es durch zwei exzel­lente Pianisten und ein her­aus­ra­gen­des Streichquartett auf seine wesent­li­chen, unwi­der­steh­li­chen Impulse redu­ziert wird.

Minduett Quartett, Foto: Frank Rossbach
Minduett Quartett, Foto: Frank Rossbach

In Leipzig ent­stand rund ein­hun­dert Jahre spä­ter auch das nächste Werk des Programms: das Streichquartett f‑moll op. 80, mit dem Felix Mendelssohn auf den uner­war­te­ten Tod der gelieb­ten Schwester Fanny reagierte. Das Minguet Quartett wid­met sich die­ser letz­ten Partitur, die Mendelssohn voll­enden konnte, mit jenem »gemein­sa­men Atmen«, den das Ensemble seit sei­ner Gründung im Jahre 1988 kul­ti­vierte und zu einem viel­ge­lob­ten Markenzeichen gemacht hat.

Wie eine Brücke in die Gegenwart nimmt sich danach das Bachsche Choralvorspiel Jesus blei­bet meine Freude aus, von dem die legen­däre Pianistin Myra Hess nicht nur die viel­gespielte Fassung für ein Klavier, son­dern auch Klavierduo ein­ge­rich­tet hat.

2015-02-19_Ne_PianoDuo-GrauSchumacherDiese Reflexion führt direkt zum letz­ten Werk des ach­ten ZeughausKonzertes – und damit zur Uraufführung der Sonate für zwei Klaviere und Streichquartett, die der 1959 gebo­rene Stefan Heucke eigens für das Klavierduo GrauSchumacher und das Minguet Quartett geschaf­fen hat.

Heucke, der seit 1996 in Bochum lebt, erhielt für seine bis­he­ri­gen Werke zahl­rei­che Auszeichnungen (dar­un­ter den Hans Werner Henze-​Preis 2007), war unter ande­rem composer-​in-​residence der Niederrheinischen Sinfoniker (2010–11) und arbei­tet als sol­cher der­zeit für das Philharmonische Orchester Bremerhaven.

Tickets kön­nen an den bekann­ten Vorverkaufsstellen, über die Karten-​Hotline unter 02131–52699999 oder über das Internet unter www​.zeug​haus​kon​zerte​.de bestellt wer­den (zuzüg­lich Versandkosten).

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