Meerbusch: Überfall in Meerbusch – Erste Spurenauswertung bestä­tigt Tatverdacht

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch (ots) – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss. Wir berich­te­ten mit unse­ren Pressemitteilungen vom 11.02.2015 und 13.02.2015 von einem Überfall auf eine Frau in Meerbusch. 

Im Laufe der Ermittlungen hat­ten sich erheb­li­che Verdachtsmomente gegen einen 52 Jahre alten Mann erge­ben. Wie bereits berich­tet, hatte sich der Verdächtige in einem ande­ren Bundesland mit einer Schusswaffe am 12.02.2015 das Leben genommen.

Die ein­ge­rich­tete Ermittlungskommission „Meer” hatte umfang­rei­che Spurensicherungsarbeit betrie­ben und früh­zei­tig Experten der Operativen Fallanalyse (Landeskriminalamt Düsseldorf) in die Ermittlungen einbezogen.

Inzwischen lie­gen die ers­ten Ergebnisse der Spurenauswertung vor, die einen Tatverdacht gegen den 52-​Jährigen erhär­ten: Im Rahmen der Untersuchungen wur­den DNA-​Spuren des Opfers im Kleinbus an den Sitzen des Verdächtigen fest­ge­stellt. Deshalb ist davon aus­zu­ge­hen, dass es sich hier­bei um das Tatfahrzeug handelt.

Zudem haben wei­tere DNA-​Auswertungen zutage gebracht, dass sich am Körper des Opfers Spuren des Tatverdächtigen befun­den haben. Schließlich stellte die Polizei im Innenraum des vom 52-​Jährigen genutz­ten (und in der Nähe zum Todesort auf­ge­fun­de­nen) Kleinbusses Fesselmaterial sicher, das zu den Schilderungen des Opfers passt. Auch tech­ni­sche Einzelheiten im Wageninneren stim­men mit den Angaben überein.

Die Ermittlungskommission „Meer” hat Hinweise dar­auf, dass der Verdächtige sich bereits vor der Tat auf bis­lang unbe­kannte Art und Weise Zugang zum Haus an der Moerser Straße ver­schafft hatte.

Anhand von Videoaufnahmen kann gesagt wer­den, dass das spä­tere Opfer mit sei­nem Wagen am Freitag, 06.02.2015, gegen 23:45 Uhr, in die Tiefgarage ein­ge­fah­ren ist. Anhand wei­te­rer Ermittlungen ließ sich fest­stel­len, dass das Auto die Tiefgarage wenige Minuten spä­ter wie­der ver­las­sen hat.

Wie bereits berich­tet, fuh­ren Täter und Opfer in der Folge zum Parkplatz an der Haltestelle „Haus Meer”.

Nach bis­he­ri­gen Ermittlungen ist davon aus­zu­ge­hen, dass sich der Verdächtige die (von ihm ein­ge­setzte) Waffe auf ille­ga­lem Weg beschafft hat. Zu dem 52-​Jährigen sind keine Vorstrafen bekannt. Er hat Abschiedsbriefe hin­ter­las­sen, in denen sich keine Hinweise auf das Tatgeschehen finden.

Die Motivlage ist daher wei­ter­hin unklar. Bisher gibt es keine kon­kre­ten Hinweise auf eine Vorbeziehung zwi­schen Tatverdächtigem und Opfer. Nach der­zei­ti­gem Sachstand hat der 52-​Jährige die Tat allein began­gen. Das ent­wen­dete Handy bleibt ver­schwun­den. Das Opfer wird wei­ter­hin durch den Opferschutz der Polizei betreut.

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