Dormagen: 100 Bürger bei Stadtteilgespräch – Delhovener kla­gen über Verkehrssituation

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Dormagen-​Delhoven – Rund 100 Delhovener folg­ten jetzt der Einladung des Bürgermeisters zum Stadtteilgespräch. Im gut gefüll­ten Schützenhaus wurde zwei Stunden lang inten­siv vor allem über die Verkehrssituation vor Ort diskutiert. 

Dabei hatte die Stadtverwaltung eine gute Nachricht mit­ge­bracht: Auf der stark befah­re­nen Klosterstraße soll die Fahrbahndecke 2016 mit so genann­tem „Flüsterasphalt“ aus­ge­stat­tet wer­den. „Dies hat uns der zustän­dige Landesbetrieb Straßenbau mit­ge­teilt“, berich­tete der Leiter der Technischen Betriebe Dormagen, Gottfried Koch.

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Foto: Stadt

Wenig Hoffnung konnte Koch den Bürgern auf die seit Jahrzehnten gefor­derte Nordumgehung Delhoven machen. „Das Land för­dert eine sol­che Umgehungstraße erst ab einem Verkehrsaufkommen von 25 000 Fahrzeugen täg­lich, auf der Klosterstraße sind nach den jüngs­ten Verkehrszählungen etwa 10 000 bis 13 000 Fahrzeuge täg­lich unter­wegs“, erläu­terte Koch. Er wies auch auf viele Probleme hin, die bei einem Bau der Umgehungsstraße in Sachen Landschaftsschutz gelöst wer­den müssten.

Zahlreiche Klagen gab es aus der Bürgerschaft über die Situation auf der Hauptstraße, wo sich der Verkehr oft wegen der vie­len par­ken­den Fahrzeuge staut. Hier gab es die Forderung nach mehr Kontrollen des Ordnungsamtes. Bürgermeister Erik Lierenfeld und der Kreistagsabgeordnete Dr. Gert Ammermann einig­ten sich in der Versammlung auf eine gemein­same Initiative für Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt, die sich in Trägerschaft des Kreises befindet.

Ebenso for­der­ten viele Delhovener erneut eine Anbindung der Pfauenstraße an die Klosterstraße, um die Josef-​Steins-​Straße und wei­tere Bereiche vom Verkehr zu ent­las­ten. Die Stadt wird die­ses Thema und auch die Überlegungen für die Nordumgehung Delhoven in das Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans ein­brin­gen. Im kom­men­den Herbst gibt es dazu Bürger-​Workshops in den Stadtteilen.

Über die bau­li­che Entwicklung Delhovens berich­tete Städtebau-​Fachbereichsleiter Gregor Nachtwey bei dem Stadtteilgespräch. Derzeit sind keine grö­ße­ren Flächen mehr für eine wei­tere Wohnbebauung vor­han­den. Ob es zukünf­tig noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt, soll eben­falls in dem Workshop zum Flächennutzungsplan the­ma­ti­siert werden.

Eine posi­tive Mitteilung konnte Nachtwey zu der von vie­len Bürgern beklag­ten Baugrube an der Sophie-​Scholl-​Straße machen. Hier hat sich inzwi­schen ein neuer Investor gefun­den, der das Bauvorhaben fort­füh­ren wird. Der Bauantrag liegt der Stadtverwaltung vor, die Genehmigung kann vor­aus­sicht­lich kurz­fris­tig erteilt wer­den. Im Mai will der Investor mit dem Bau beginnen.

Den Wünschen von Delhovener Kindern nach einer Wiederbelebung des Bolzplatzes am Holzweg gegen­über der Kuhweide will die Stadtverwaltung Dormagen nach­kom­men. Die evd ener­gie­ver­sor­gung dor­ma­gen erklärte sich bei dem Stadtteilgespräch bereit, die not­wen­dige Anschaffung neuer Tore zu unter­stüt­zen. „Einige wei­tere Spender könn­ten wir aller­dings noch gebrau­chen“, so der Bürgermeister. Die Technischen Betriebe wer­den die Tore dann auf­bauen und die Fußballwiese regel­mä­ßig mähen.

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