Jugendliche und Alkohol – Stadt kon­trol­liert ver­schärft an den Karnevalstagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Jugendamt und Ordnungsbehörde der Stadtverwaltung wer­den an den Karnevalstagen im Stadtgebiet wie­der ver­stärkt Kontrollen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durchführen. 

Neben Handel und Gastronomie müs­sen auch Jugendliche damit rech­nen, kon­trol­liert zu wer­den”, so Stadtsprecher Michael Gorgs. Sollten Jugendliche alko­ho­li­siert ange­trof­fen wer­den oder „nicht alters­ge­mä­ßen Alkohol” bei sich haben, wür­den unver­züg­lich die Eltern ver­stän­digt, und der Karnevalstag sei vorüber.

Für viele Menschen ist der Karneval ohne Alkohol nicht denk­bar – lei­der gilt das in zuneh­men­dem Maße auch für Minderjährige”, sagt Susanne Rieth vom Jugendamt der Stadt. Kinder und Jugendliche, so hat die Sozialarbeiterin fest­ge­stellt, benutz­ten den Alkohol oft unbe­wusst als „Mittel” zum Zweck: zum Beispiel um Ängste zu ver­rin­gern, Geselligkeit her­zu­stel­len, Stimmung und Selbstwertgefühl zu stei­gern oder ein­fach nur um „dazu zu gehören”.

Leider stei­gere sich der Alkoholkonsum nicht sel­ten bis zum „Trinken bis der Arzt kommt”. Außer den gesund­heit­li­chen Risiken und Schäden ist nach Erfahrungen des Jugendamtes die Gefahr von Unfällen im Straßenverkehr für alko­ho­li­sierte Jugendliche beson­ders hoch. Zudem komme es im alko­ho­li­sier­ten Zustand immer häu­fi­ger zu Gewalttaten.

Der Appell der Jugendschutzbehörde ist des­halb eindeutig

  • Kein Alkohol an Kinder unter 16 Jahren!
  • Keine Spirituosen an Jugendliche unter 18 Jahren – auch keine Liköre
  • Keine Alkopops an Jugendliche unter 18 Jahren.

Wir bit­ten alle Erwachsenen, auf die Einhaltung der gesetz­li­chen Regelungen zum Jugendschutz zu ach­ten”, erklärt Peter Annacker, Leiter des Fachbereichs Soziale Hilfen und Jugend in der Stadtverwaltung. Händler und Gastronomiepersonal soll­ten sich den Ausweis der jun­gen Kunden zei­gen las­sen und im Zweifelsfall unmiss­ver­ständ­lich den Alkoholverkauf verweigern.

Annackers Aufforderung an Geschäftsleute und Wirte: „Machen Sie deut­lich, dass Sie sich an die Gesetze hal­ten und bie­ten Sie min­des­tens ein nicht­al­ko­ho­li­sches Getränk nicht teu­rer als das bil­ligste alko­ho­li­sche Getränk in glei­cher Menge an.” Genau so schreibt es auch das Gaststättengesetz im Paragraphen 4 vor.Dazu legen die Fachleute des Jugendamtes größ­ten Wert auf das Verantwortungsgefühl der Eltern. Gerade vor den Karnevalstagen soll­ten die Alkoholproblematik und die dar­aus resul­tie­ren­den Gefahren unbe­dingt offen ange­spro­chen wer­den. Dazu einige Eltern-​Tipps für die Praxis:

Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst und schauen Sie genau hin! Wenn es in der Schultasche ver­nehm­lich „klim­pert” – sehen Sie nach...! Damit las­sen sich zwar Konflikte nicht immer ver­mei­den, aber Sie machen damit deut­lich, wel­ches Verhalten Sie nicht akzeptieren. 

Machen Sie „Ärger” , wenn Alkohol an Minderjährige ver­kauft wird! Das Jugendschutzgesetz ist nur so gut, wie es durch alle Erwachsenen umge­setzt und kon­trol­liert wird.

Sprechen Sie den Wirt an! Bei jeder Veranstaltung muss es nach dem Gaststättengesetz ein Getränk geben, das bei glei­cher Menge nicht teu­rer als das bil­ligste alko­ho­li­sche Getränk ist.

Holen Sie Ihr min­der­jäh­ri­ges Kind von Veranstaltungen bitte recht­zei­tig ab! Halten Sie sich dabei an die vor­ge­ge­be­nen Zeiten des Jugendschutzgesetzes.

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