Jüchen: Viele Besucher beim Mundartabend

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Jüchen – Es sollte eine letzte kleine, Probe der etwas aufgeregten Nachwuchskünstler werden, doch die Besucher des Mundartabends drängten immer wieder versuchsweise in den Saal.

Torwächter Thorsten Fratscher hatte alle Mühe, die ungeduldigen Gäste noch einmal zu vertrösten, wollten sich doch alle die besten Plätze sichern. Schließlich gab er eine Dreiviertelstunde vor Beginn den Eingang frei.

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Fotos(5): Privat

Hausmeister Franz-Josef Zimmermann hatte vorher fachmännisch mit Regionaldekan Ulli Clancett die Beleuchtung abgestimmt, das Forum der Realschule Jüchen strahlte in sanftem blau wie ein richtiges Theater.

Auch sonst war der umtriebige Hausmeister bei den Vorbereitungen ganz im Stil eines Event-Managers immer gleich zur Stelle und sorgte für umgehende Optimierung von Temperatur, Licht, Technik und Utensilien.

Bei Veranstaltungsbeginn um 19:30 Uhr waren auch auf der Empore alle Plätze belegt. 250 erwartungsvoll harrende Zuschauer aus Jüchen und den umliegenden Dörfern hatten alle Zweifel zerstreut, dass der Weg hinaus zum Schulzentrum im Vergleich zum zentral gelegenen Haus Katz zu weit wäre. Aufmerksamen Beobachtern entging nicht das erleichterte Aufatmen der Vorstandsmitglieder des veranstaltenden Bürgerschützen und Heimatvereins.

2015-01-30_Jue_Mundart_194023S.M. Rolf Erke hatte mit seiner Gattin Birgit und seinen Ministern dank reservierter Plätze in der ersten Reihe beste Sicht auf die Bühne. Und diese bot zur Überraschung aller gleich zu Beginn erst einmal – Leere.

Die gekonnten musikalischen Vorträge der Jööcher Bänkelsänger sind seit ganz vielen Jahren ein der tragenden Säulen des Mundartabends. Franz-Josef Bienefeld konnte jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht auf der Bühne stehen, so dass Heinz Luchtmann tapfer am Bühnenrand stehend seinen eigenen, eingespielten Vorträgen lauschen musste. Das ganze Plenum wünschte in Gedanken gute Besserung.

Ehrenpräsident und Urgestein Hubert Klinkhammer ließ aber nicht viel Platz für trübe Gedanken, nachdem sein Schwiegersohn den 89jährigen auf die Bühne geführt hatte. Bedächtig und in pointiert vorgetragenen Sätzen sorgte er für heiteres Gelächter und ausgelassene Stimmung.

Zum weiteren Reigen der Vortragenden gehörten neben Richard Sachse, Günter Wilms, Janne Gronen, Hans Müller und Raimund Görtz auch Rosi Bruchmann mit Domenica Kirchmeyer, Bürgermeister Harald Zillikens, Heinz Luchtmann und natürlich Hubert Prisack mit Peter Kronenberg an der Quättschbühl. Peter Hanß-Klinkhammer gab sein Debüt in Weseler Mundart.

Die Zuschauer honorierten die manchmal ernsten, aber oft auch lustigen Wort- und Musikbeiträge mit viel Applaus. Aus den Reihen der Realschule Jüchen trugen Anna Bak, Lara Schrills, Kai Böcken, Max Schenkel, Schulsekretärin Coco Jansen, Lehrerin Verena Tokarski und Rentnerin Monika Streger frei nach Hans-Christian Andersen einen „Hühner-Shit-Storm“ vor. Zum Schluss zeigte Richard Sachse Qualitäten als Kölscher Stimmungsmacher und sang spontan gemeinsam mit den Zuschauern ein Lied der Bläck Föös.

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