Dormagen: Mehr als 30 Bürger zei­gen Interesse als ehren­amt­li­che Flüchtlingshelfer

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Dormagen – Die Hilfsbereitschaft vie­ler Dormagener gegen­über Flüchtlingen ist groß. Nachdem sich im Dezember ein brei­tes Bündnis aus Kirchen, Vereinen und wei­te­ren Vertretern for­mierte, das die Stadt bei der Betreuung von Flüchtlingen unter­stüt­zen will, haben sich inzwi­schen auch zahl­rei­che enga­gierte Einzelbürger gemeldet.

Mehr als 30 Dormagener bekun­de­ten ihr Interesse daran, sich hier ehren­amt­lich ein­zu­brin­gen und zum Beispiel auch eine Patenschaft für Flüchtlinge zu über­neh­men“, berich­tet die städ­ti­sche Projektkoordinatorin Regina Kappeler.

Regina Kappeler koordiniert bei der Stadtverwaltung die Flüchtlingshilfen. Foto: Stadt
Regina Kappeler koor­di­niert bei der Stadtverwaltung die Flüchtlingshilfen. Foto: Stadt

Gesucht wer­den Begleiter, die etwa dol­met­schen kön­nen oder den Flüchtlingen hel­fen, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht­zu­fin­den. „Oft sind es Kleinigkeiten, die für die Betroffenen schon eine große Hilfe dar­stel­len kön­nen“, macht Regina Kappeler deutlich.

Dazu gehört etwa, den Familien zu zei­gen, wo sie einen Arzt fin­den oder sie beim Einkaufen zu beglei­ten. So wis­sen viele Flüchtlinge mit deut­schen Lebensmitteln nichts anzu­fan­gen. Schlagsahne, Broccoli oder die vie­len ver­schie­de­nen Käsesorten in den Supermarktregalen sind ihnen oft­mals fremd.

Das Kochen mit die­sen Lebensmitteln muss erst gelernt wer­den. Auch bei der Ankunft der Familien in Dormagen oder bei der Eingewöhnung von Flüchtlingskindern in Schulen und Kindergärten kön­nen die ehren­amt­li­chen Helfer wich­tige Aufgaben über­neh­men. Bei ihren Ein­sätzen sind sie ver­si­chert und wer­den fach­lich unterstützt.

In einem Auftakttreffen bot die Stadtverwaltung jetzt allen Interessenten die Möglichkeit, sich rundum über die Situation der Flüchtlingsfamilien zu infor­mie­ren. Vom Aufenthaltsrecht über die vor­han­de­nen Unterbringungsmöglichkeiten bis zu Sachleistungen und finan­zi­el­len Hilfen wur­den die unter­schied­li­chen Themenfelder von Vertretern der zustän­di­gen Dienststellen vor­ge­stellt. Im Anschluss an das Auftakttreffen kön­nen die Interessenten nun ent­schei­den, ob und in wel­chem Umfang sie ehren­amt­lich tätig wer­den wollen.

Rund 270 Flüchtlinge sind der­zeit in Dormagen unter­ge­bracht – pro Woche wer­den der Stadt etwa fünf bis sie­ben Menschen neu zuge­wie­sen. „Auch bei uns sind wir dazu auf­ge­ru­fen, diese Menschen in ihrer Notsituation nicht allein zu las­sen. Wir möch­ten sie in huma­ner Form bei uns in Dormagen will­kom­men hei­ßen“, hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld im Dezember bei der Gründung des Bündnisses appel­liert. Nähere Auskunft gibt gern die Projektkoordinatorin Regina Kappeler, Telefon 02133/257–835.

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