Meerbusch: „Tag ohne Strom” in der Städtischen Kita „Mullewapp” in Nierst

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Kein Licht, keine Heizung, kein Telefon, kein Computer, offe­nes Feuer statt Elektroherd – die Kinder der Städtischen Kita “Mullewapp” in Nierst nah­men ihren “Tag ohne Strom” ernst – und das trotz mie­ses­tem Januar-Schmuddelwetter. 

Foto: Stadt Meerbusch / Ulli DackweilerEinziger Kompromiss: ein Notfall-​Handy, “damit Eltern und Jugendamt uns errei­chen konn­ten”, so Kita-​Leiterin Christel Gebhardt-Radek.

Mit ihren Maskottchen Agathe Power und Emil Elektro arbei­ten die “Mullewapp”-Kinder der­zeit an ihrem Projekt “Energie erle­ben”. “Wir ver­mit­teln dabei auch , dass Energie etwas Kostbares ist, das nicht ein­fach so aus der Steckdose kommt.” Schon im Kindergartenalter soll­ten Basiskompetenzen rund um die Themen Energie und Umwelt gestärkt werden.

Foto: Stadt Meerbusch / Ulli DackweilerNachhaltiger und spar­sa­mer Umgang mit den vor­han­de­nen Ressourcen sei ein Schlüsselthema für die Zukunft. So wurde die Idee für den “Tag ohne Strom” gebo­ren. Nach der Première im Jahr 2012 hat­ten Kinder und Erzieher dies­mal schon etwas mehr Routine: Der Kindergarten blieb kalt und dun­kel, am Grill im Garten wurde Wasser für Tee und Kaffee gekocht, die Kaffeebohnen per Hand gemah­len. Beim Bauern Paas gleich gegen­über wurde fri­sches Gemüse gekauft, geschnip­pelt und auf offe­nem Feuer zu einer lecke­ren Suppe verarbeitet.

Eltern spen­de­ten den Teig für knusp­ri­ges, selbst geba­cke­nes Stockbrot. Im Kindergarten gab’s eine Ausstellung mit “strom­freien” Alltagsgegenständen: das Bügeleisen, das auf dem Kohleofen auf­ge­heizt wer­den musste, den Handmixer mit Kurbel, die Kaffeemühle oder der gute alte Teppichklopfer sorg­ten für stau­nende Gesichter. “All’ diese Dinge sind vie­len Kindern heute fremd”, sagt Christel Gebhard-​Radek. Bekannt aber seien den Kleinen schon heute Begriffe wie Klimawandel oder Klimaschutz. “Darauf bauen wir auf.” Foto: Stadt Meerbusch

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