Casting- und Datingshows als Schulhofthema

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Ob „Dschungelcamp“, „Der Bachelor“ oder „DSDS“ – Casting- und Datingshows haben der­zeit Hochkonjunktur und sind auch bei vie­len Kindern und Jugendlichen beliebt. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“. 

Der Medienratgeber für Familien, emp­fiehlt Eltern, jün­ge­ren Kindern Alternativen anzu­bie­ten und mit älte­ren Kindern gemein­sam eine Folge zu schauen.

Eintauchen in Gülle, Buhlen um den Bachelor, har­sche Kritik der Jury: viele Sendungen bedie­nen sich dras­ti­scher Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern zu wecken und gute Quoten zu erzie­len. Das macht sol­che Sendungen auch zum viel dis­ku­tier­ten Thema auf dem Schulhof. Viele Eltern sind unsi­cher, ob sie ihrem Nachwuchs sol­che Sendungen erlau­ben sollen.

Am bes­ten fra­gen Eltern erst­mal ihr Kind, warum es die Sendung unbe­dingt sehen möchte. Dann kön­nen sie die Hintergründe bes­ser ein­schät­zen und dar­aus eine begrün­dete Haltung ent­wi­ckeln“, emp­fiehlt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Geht es nur darum, mit­re­den zu kön­nen, um pure Unterhaltung oder darum, sich über andere lus­tig zu machen?

Gerade Kinder durch­schauen nicht immer die dahin­ter ste­hende Inszenierung und das damit ver­bun­dene kli­schee­hafte Menschen- und Rollenbild. Eltern kön­nen dar­auf ver­wei­sen, wie ernied­ri­gend man­che Dschungelprüfung, der Kampf um eine Rose oder die Gunst der Jury sein kann oder wie die Dramaturgie und hämi­sche Kommentare aus dem Off Emotionen aus­lö­sen sollen. 

5 Tipps für den Umgang mit frag­wür­di­gen Sendungen
1. Die Motivation und Faszination der Kinder hin­ter­fra­gen.
2. Jüngeren Kindern bis zwölf Jahren alters­ge­rechte Alternativen anbie­ten.
3. Mit älte­ren Kindern eine Folge schauen und kri­tisch über Klischees und Inszenierungen spre­chen.
4. Differenzierte Haltung anre­gen und zu einer eige­nen Meinung ermun­tern.
5. Gemeinsam die Vermarktung im Netz unter­su­chen und bewerten.

Jüngeren Kindern Alternativen anbie­ten
Viele Heranwachsende möch­ten mit­re­den und diese Sendungen eben­falls anschauen. Doch sind sol­che Formate mit Themen aus der Erwachsenenwelt für jün­gere Kinder weni­ger geeig­net. Das zeigt schon der späte Sendeplatz. So sind viele Sendungen nach 20 Uhr wie der „Bachelor“ und „DSDS“ für Zuschauer ab zwölf, sol­che nach 22 Uhr wie das „Dschungelcamp“ für Zuschauer ab 16 Jahren geeig­net. Dabei kön­nen Eltern gerade jün­gere Kinder auf Alternativen im Kinderprogramm hin­wei­sen, die sich an junge Zuschauer rich­ten und in denen Gleichaltrige die Hauptakteure sind. Kindgerechte Sendungen sind „1, 2 oder 3“, „Tigerentenclub“, „TANZALARM!“ oder „Dein Song“ und „Die Beste Klasse Deutschlands“, die am 9. Februar bzw. im April 2015 wie­der im KiKA starten.

Gemeinsam schauen und dis­ku­tie­ren
Doch je älter Kinder wer­den, umso grö­ßer kön­nen der soziale Druck und damit der Wunsch sein, die Sendung sehen zu dür­fen. Hält die­ser an, ist es sinn­voll, zumin­dest einige Folgen zusam­men mit dem Kind zu schauen. „Es ist immer wich­tig, dass Eltern sich ein eige­nes Bild machen. So kön­nen sie bes­ser ver­ste­hen, was ihr Kind fas­zi­niert und die Sendung gemein­sam dis­ku­tie­ren“, meint Langer.

Dabei kön­nen Eltern mit ihrem Kind auch die Vermarktung des Formats im Internet bespre­chen. Dieses Marketing soll die per­sön­li­che Bindung der Zuschauer an das Format stär­ken, indem diese auf der Website wei­tere Einblicke zu den Kandidaten erhal­ten sowie in sozia­len Netzwerken die ein­zel­nen Personen und die letz­ten Ereignisse zu kom­men­tie­ren können.

Weitere Informationen zum Umgang mit Castingshows und Scripted Reality-​Sendungen erhal­ten Eltern auf der SCHAU HIN!-Website (www​.schau​-hin​.info) in der Rubrik „TV, Film & Mehr“.

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