Darlehensprogramm für Baudenkmäler stark gefragt – NRW​.BANK hat Mittel aufgestockt

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(nrw​.de) Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit: Die vom Land im Oktober 2013 erst­mals auf­ge­leg­ten Darlehensprogramme für Baudenkmäler wer­den sehr gut angenommen.

Mit dem Darlehensprogramm haben wir die öffent­li­chen Haushalte ent­las­tet und neue Möglichkeiten für den Denkmalschutz eröff­net. Das Programmvolumen für die Baudenkmäler in Höhe von 40 Millionen Euro ist voll­stän­dig aus­ge­schöpft wor­den“, berich­tete NRW-​Bauminister Michael Groschek im Landtagsausschuss in Düsseldorf.

Für die Sanierung von Baudenkmälern und von Bauwerken mit his­to­risch beson­ders erhal­tens­wer­ter Bausubstanz ste­hen zwei Darlehensprogramme der lan­des­ei­ge­nen NRW​.BANK zur Verfügung: Das Programm „NRW.BANK.Baudenkmäler“, und das Programm „Erneuerung von selbst genutz­ten Denkmälern und erhal­tens­wer­ten Wohngebäuden“.

Besonders gefragt war das Programm „NRW.BANK.Baudenkmäler“, das der Förderung von Vorhaben zur Instandhaltung und Sanierung von gewerb­li­chen, kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Baudenkmälern und Gebäuden mit beson­ders erhal­tens­wer­ter Bausubstanz dient. In dem Programm stan­den 40 Millionen Euro für 2014 zur Verfügung. Es wurde mit Förderzusagen für 46 Projekte in Höhe von 39.646.800 Euro fast kom­plett aus­ge­schöpft. Mit der Darlehenssumme wer­den Investitionen in Höhe von fast 58 Millionen Euro ermög­licht. (Vorjahr: 6 Projekte, 7.205.000 Euro Fördersumme). Dietrich Suhlrie vom Vorstand der NRW​.BANK teilte mit: „Wir haben für 2015 das Programm um zehn Millionen auf 50 Millionen Euro auf­ge­stockt, um der erwar­te­ten Nachfrage ent­spre­chen zu kön­nen. Zur wei­te­ren Verbesserung der Attraktivität die­ses Programms hat die NRW​.BANK den Mindestzinssatz von 1,50 Prozent für Förderungen in 2015 auf 1,15 Prozent abgesenkt.“

Die Förderung in Anspruch genom­men haben 18 natür­li­che Personen, vier Religionsgemeinschaften und 24 gewerb­li­che Nutzer. Die bewil­lig­ten Darlehensförderungen ver­tei­len sich auf Anträge unter­schied­li­cher Größenordnungen und auf alle Regionen des Landes.

Mit den Mitteln wurde zum Beispiel ein Mühlengebäude und ein Kirchturm saniert, ein Altenheim zum quar­tier­sof­fe­nen Seniorenzentrum umge­baut, ein denk­mal­ge­schütz­tes frü­he­res Kaufhaus einer neuen Nutzung zuge­führt und eine ehe­ma­lige Hofanlage für die Nutzung zu Büro- und Laborflächen umge­baut. Ein frü­he­res Turbinenhaus wird jetzt durch eine inte­gra­tive Einrichtung genutzt und ein zu groß gewor­de­nes Einfamilienhaus dient neu­er­dings als Bed & Breakfast Hotel.

Das Darlehensprogramm „Erneuerung von selbst genutz­ten Denkmälern und erhal­tens­wer­ten Wohngebäuden“ dient der Förderung von bau­li­chen Maßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung von über­wie­gend zu Wohnzwecken genutz­ten Gebäuden. Die Maßnahmen müs­sen zur Erhaltung, Nutzung und Verbesserung des Gebäudes und des pri­va­ten Wohnumfelds geeig­net sein.
Hier gab es 124 Förderzusagen mit einem Volumen von 5.056.800 Euro, die einer Investitionssumme von 17.014.200 Euro ent­spre­chen. Das zur Verfügung ste­hen­den Volumen von 20 Millionen Euro wurde aller­dings nicht aus­ge­schöpft. 90 Prozent der bewil­lig­ten Darlehen betref­fen Anträge im Bereich bis zu 80.000 Euro pro Objekt. Die Anträge sind regio­nal breit gestreut und wer­den zu drei Vierteln für die Sanierung von Baudenkmälern genutzt. Auch im lau­fen­den Jahr ste­hen hier wie­der 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderung von Maßnahmen an bedeu­ten­den Kirchenbauten und von klei­ne­ren Maßnahmen der Bau- und Bodendenkmalpflege erfolgt wei­ter­hin auf Zuschussbasis im Rahmen der zur Verfügung ste­hen­den Haushaltsmittel. Im Zuschussprogramm für die Bau- und Bodendenkmalförderung wur­den im abge­lau­fe­nen Jahr 6.024.726,21 Euro (2013: 7.651.000 Euro) bewil­ligt. Im Jahr 2015 beträgt der Haushaltsansatz hier­für wie im ver­gan­gen Jahr 6,2 Millionen Euro. Insgesamt ste­hen für den Denkmalschutz im Landeshaushalt im lau­fen­den Jahr für die Zuschussförderung 6,2 Millionen Euro und für die Darlehensförderung über die NRW​.BANK 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Die genauen Förderkonditionen sowie Erläuterungen zum Antrag fin­den sich auf den Webseiten der NRW​.BANK: http://​nrw​-bank​.de

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