Dormagen: Nach Schmierereien – Bürgermeister, Moscheeverein und Kirchen laden zum Gespräch ein

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die rechts­ra­di­ka­len Parolen, mit denen die DITIB-​Moschee nun schon zum zwei­ten Mal beschmutzt wurde, haben viele Ängste in Dormagen hervorgerufen. 

Nicht nur unsere tür­ki­schen Mitbürger sor­gen sich der­zeit deut­lich spür­bar“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Auch an den drei Schulen, die von frem­den­feind­li­chen Schmierereien betrof­fen waren, sind Befürchtungen unter Eltern und Schülern entstanden.“

Auf der ande­ren Seite näh­ren die aktu­el­len Ereignisse in Frankreich ebenso die Angst vor Islamisten. „Wir neh­men diese Sorgen ernst und möch­ten den Bürgern des­halb in brei­ter Runde für ein per­sön­li­ches Gespräch zur Verfügung ste­hen“, kün­digt der Bürgermeister an. Die Kreispolizeibehörde, der Moscheeverein, der städ­ti­sche Integrationsrat und auch Vertreter der christ­li­chen Kirchen und des Rates der Religionen schlos­sen sich die­ser Initiative des Verwaltungschefs an.

Am Freitag, 16. Januar, von 11 bis 15 Uhr beginnt der Bürgerdialog auf dem Rathausplatz.

Alle betei­lig­ten Institutionen und Organisationen wer­den sich dort ver­sam­meln und den Menschen, die auch wegen des Wochenmarktes zahl­reich in die Innenstadt kom­men, gern bereit­ste­hen. Mit dabei sind eben­falls Vertreter der Dormagener Ratsfraktionen und wei­tere poli­ti­sche Vertreter.

Es wird keine Kundgebung geben. Statt Ansprachen und Apellen steht das indi­vi­du­elle Gespräch im Vordergrund“, sagt Lierenfeld. Kritische Themen sol­len dabei nicht aus­ge­klam­mert wer­den. So sind auch Bürger, die Vorbehalte gegen­über dem Islam oder dem Moscheebau in Dormagen haben, zu dem Dialog ein­ge­la­den. Das Motto der Veranstaltung lau­tet: „Miteinander statt über­ein­an­der reden – für ein gemein­sa­mes Dormagen!“

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