2015 unter­schied­li­che Beiträge der gesetz­li­chen Krankenkassen – Kassenwechsel bei stei­gen­den Zusatzbeiträgen prüfen

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Robert Schilken, Herausgeber



(vz​-nrw​.de) Krankenversicherte kön­nen sich im neuen Jahr zunächst über eine Beitragssenkung freuen: Der bis­her gül­tige Beitragssatz der gesetz­li­chen Krankenversicherung sinkt von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent.

Der Wegfall der 0,9 Beitragspunkte beschert den Versicherern jedoch ein Loch von rund elf Milliarden in ihren Kassen, das sie vor­aus­sicht­lich über indi­vi­du­elle Zusatzbeiträge wie­der schlie­ßen werden.

Für Verbraucher heißt es jetzt: „Aufgepasst! Falls eine Krankenkasse einen höhe­ren Mitgliedsbeitrag ver­langt, soll­ten Versicherte die Beitragssätze und die Leistungen meh­re­rer Kassen mit­ein­an­der ver­glei­chen und gege­be­nen­falls wechseln.

Denn bei der Erhebung bezie­hungs­weise Anhebung von Zusatzbeiträgen kön­nen Versicherte ein Sonderkündigungsrecht nut­zen“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Mehr zu den neuen Regeln:

  • Neue Beitragssätze: 65 der gesetz­li­chen Krankenkassen erhe­ben zunächst einen Zusatzbeitrag von unter 0,9 Prozent. 50 Kassen blei­ben bei dem vor­läu­fi­gen Satz. Und acht Krankenkassen ver­lan­gen mehr. Das bedeu­tet: Für viele wird die Krankenversicherung etwas güns­ti­ger als bisher.
  • Künftig mehr Ausgaben: Das Plus in der Tasche ist für die Versicherten ver­mut­lich nur von kur­zer Dauer: Mit Blick auf die stei­gen­den Ausgaben für Medikamente, Arzthonorare und Behandlungen sind die meis­ten gesetz­li­chen Krankenkassen gezwun­gen, ihre Zusatzbeiträge nach einer Weile anzu­he­ben, um die Kassenleistungen zu decken. Sämtliche Zusatzkosten müs­sen von den Versicherten allein – ohne Anteil der Arbeitgeber – geschul­tert werden.
  • Zahlungspflicht: Wer gesetz­lich kran­ken­ver­si­chert ist, muss in der Regel den Zusatzbeitrag der Kasse zah­len. Ausgenommen davon sind mit­ver­si­cherte Familienangehörige – also Kinder oder Ehepartner. Bei Empfängern von Arbeitslosengeld I oder Grundsicherung über­nimmt der jewei­lige Träger neben der Krankenversicherung auch den vol­len Zusatzbeitrag. Für Geringverdiener zah­len die Ämter nur die durch­schnitt­li­che Anhebung. Fällt ein Aufschlag höher aus, müs­sen Bezieher von Sozialleistungen die Differenz nicht selbst zahlen.
  • Kündigung: Versicherte haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt oder erhöht. Die Kassen müs­sen ihre Versicherten spä­tes­tens in dem Monat vor der geplan­ten Anhebung auf die­ses Sonderkündigungsrecht auf­merk­sam machen. Um eine Vergleichsmöglichkeit mit ande­ren Kassen zu haben, muss den Versicherten der durch­schnitt­li­che Zusatzbeitrag in der Ankündigung genannt wer­den. Auch der Hinweis auf eine Übersicht der Zusatzbeiträge aller Kassen auf der Internetseite des GKV-​Spitzenverbandes unter gkv​-zusatz​bei​tra​ege​.de darf in dem Schreiben nicht feh­len. Kündigen kann man dann bis zum Ende des Monats, in dem der Zusatzbeitrag erst­mals erho­ben oder erhöht wird. Die Kündigung wird jedoch erst zum Ende des über­nächs­ten Monats wirk­sam. Konkret: Wer im Januar kün­digt, ist ab April bei der neuen Kasse ver­si­chert. Bis dahin müs­sen aller­dings die ver­lang­ten Zusatzbeiträge bei der alten Kasse noch gezahlt werden.
  • Qualität und Preis der neuen Kasse: Niedrige Zusatzbeiträge alleine machen noch keine gute Krankenkasse aus. Entscheidend für die Wahl der Krankenkasse soll­ten neben der Beitragshöhe auch gute Erreichbarkeit, Service und Beratung bei Fragen zu Krankheiten und zur Arztwahl sein. Auch dar­ge­bo­tene Extras über das gesetz­lich vor­ge­schrie­bene Maß hin­aus zum Beispiel bei der Bewilligung einer Haushaltshilfe und gute Versorgungsmodelle für chro­nisch Kranke soll­ten in die Entscheidung eines Krankenkassenwechsels mit einfließen.

Ergänzende Infos zur Wahl der Krankenkasse und zum Kassenwechsel gibt’s im Internet unter www​.vz​-nrw​.de/​k​u​e​n​d​i​g​u​n​g​-​z​u​s​a​t​z​b​e​i​t​rag. Persönliche Hilfe bei der Wahl der pas­sen­den Kasse bie­ten 19 ört­li­che Beratungsstellen der Verbraucherzentralen NRW – Adressen im Internet unter www​.vz​-nrw​.de/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​b​e​r​a​t​ung.

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