Rhein-​Kreis Neuss: Gründer der Rumänien-​Hilfe – Wolfgang Kriesemer bekam Bundesverdienstkreuz

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Rhein-​Kreis Neuss – Jahrzehntelanger Einsatz für die Ärmsten der Armen in Rumänien hat jetzt seine Würdigung erfahren: 

Bundesverdienstkreuz am Bande (von links): Erster stellvertretender Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose, Wolfgang Kriesemer und der frühere Ministerpräsident Wolfgang Clement. Foto: A. Baum/Rhein-Kreis Neuss
Bundesverdienstkreuz am Bande (von links): Erster stell­ver­tre­ten­der Landrat Dr. Hans-​Ulrich Klose, Wolfgang Kriesemer und der frü­here Ministerpräsident Wolfgang Clement. Foto: A. Baum/​Rhein-​Kreis Neuss

Der Bundespräsident ver­lieh Wolfgang Kriesemer aus Neuss das Bundesverdienstkreuz am Bande. Dr. Hans-​Ulrich Klose, der Erste stell­ver­tre­tende Landrat, über­reichte dem Geehrten die Auszeichnung und sparte nicht mit Lob für den Gründer und Motor der Organisation „Wir hel­fen Kindern in Rumänien”. Zu Kriesemers ers­ten Gratulanten gehörte der ehe­ma­lige Ministerpräsident Wolfgang Clement.

Kriesemers ste­ti­ger Ansprache sei es zu ver­dan­ken, dass die Hilfe für Andere kon­ti­nu­ier­lich in den Köpfen der Neusser Bevölkerung prä­sent ist, so Klose in sei­ner Laudatio. Der neue Bundesverdienstkreuz-​Träger gebe der christ­li­chen Nächstenliebe „ein ver­trau­ens­wür­di­ges und aus­ge­spro­chen freund­li­ches Gesicht”.

Wolfgang Clement hatte den Tischlermeister als dama­li­ger Leiter der Staatskanzlei 1993 nach Rumänien gesandt, um für das Land Nordrhein-​Westfalen im Rahmen der Aufbauhilfe in Osteuropa im rumä­ni­schen Kreis Arad eine Lehrwerkstatt auf­zu­bauen. Die blanke Not, die Kriesemer bei die­ser Gelegenheit in ver­schie­de­nen Waisenhäusern in der Nachbarschaft ken­nen lernte, prägt ihn und sein Handeln bis heute.

Er wollte dem Elend nicht taten­los zuse­hen und grün­dete die Organisation „Wir hel­fen Kindern in Rumänien”. Unter sei­ner Leitung wer­den in der ehe­ma­li­gen Schokoladenfabrik „Novesia” ton­nen­weise Sachspenden für Kinder- und Jugendheime gesammelt. 

Kriesemer unter­stützte mit sei­nem Team und Neusser Hilfe auch uner­müd­lich eine Armenküche, eine Kleiderkammer, ein Kinderkrankenhaus oder Altenheime im Kreis Arad und dort beson­ders in den Städten Sanktanna und Ineu. Um die jähr­lich sechs bis sie­ben Sattelschlepper mit Hilfsgütern zu bestü­cken, wurde er nicht müde, bei Familien, Schulen oder Unternehmen Geld- und Sachspenden ein­zu­wer­ben. Bei jedem Transport reiste er auf eigene Kosten mit nach Rumänien, um beim Verteilen der Spenden dabei zu sein und mit sei­nen Partnern nach­hal­tige Projekte zu ent­wi­ckeln, die der Bevölkerung Anreiz geben, ihre Lebenslage zu verbessern. 

Geradezu sen­sa­tio­nelle Ausmaße erreichte die Weihnachtspäckchen-​Aktion. Kriesemer und seine Helfer sorg­ten dafür, dass zum Fest über 6000 Geschenke für Rumänien gepackt wur­den. Dafür sam­mel­ten sie Süßigkeiten, Schulhefte, Malsachen, Spielzeug und Kleidung, aber auch Dinge des täg­li­chen Bedarfs von der Zahnbürste bis zur Zahnpasta. Bei all dem wusste Kriesemer stets, enga­gierte Mitstreiter zu gewinnen.

Neusser Schützenlust-​Züge unter­stütz­ten seine Hilfe. Die katho­li­sche Pfarrgemeinde St. Konrad in Gnadental ist die recht­li­che Institution hin­ter „Wir hel­fen Kindern in Rumänien” und wickelt die Spendenverwaltung ab. Und auch die St.-Konrad-Schule nahm immer wie­der an der Weihnachtspäckchen-​Aktion teil. Ein ehren­amt­lich betreu­ter Internet-​Auftritt infor­miert darüber. 

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