Verkehrsunternehmen las­sen Behinderte im Regen ste­hen /​Killewald for­dert Moratorium statt Beförderungsverbot von E‑Scootern

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Robert Schilken, Herausgeber



Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-​Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung teilt mit:

Mehrere Verkehrsunternehmen in Nordrhein-​Westfalen ver­wei­gern laut Medienberichten seit Kurzem die Beförderung geh­be­hin­der­ter Menschen, die auf Elektromobile, soge­nannte E‑Scooter, ange­wie­sen sind. Norbert Killewald, nordrhein-​westfälischer Landesbehindertenbeauftragter dazu:

Damit schrän­ken die Verkehrsbetriebe die Mobilität von Menschen mit Behinderungen stark ein und las­sen sie im Regen ste­hen. Ein unhalt­ba­rer Zustand!“

Für Killewald steht damit die Frage im Raum, „inwie­weit die Verkehrsunternehmen und die Verkehrsverbünde ihren Verpflichtungen über­haupt noch ange­mes­sen nach­kom­men. Immerhin erhal­ten sie allein in Nordrhein-​Westfalen drei­stel­lige Millionenbeträge pro Jahr, um die betrof­fe­nen Menschen mit Behinderung zu transportieren“

Ziel einer inklu­si­ven Gesellschaft müsse es sein, dass Menschen so oft und so lange wie mög­lich selbst­stän­dig leben und in ihrer eige­nen Wohnung und dem ver­trau­ten Umfeld blei­ben kön­nen. Ein E‑Scooter erleich­tere der­zeit über 30.000 Betroffenen im Land den Besuch beim Hausarzt, bei der Stadtverwaltung oder den Weg zum Einkaufen.

Darauf ver­wie­sen auch die Behindertenverbände schon seit län­ge­rem und hät­ten unter der Moderation des Landesverkehrsministeriums mit den Verkehrsbetrieben in den ver­gan­ge­nen Wochen nach Lösungswegen gesucht. „Die Verkehrsunternehmen haben die­sen gemein­sa­men Weg ver­las­sen und statt­des­sen eine von Ihnen ein­sei­tig in Auftrag gege­bene Gefährdungsabschätzung der E‑Scooter vor­ge­legt. Die Einwände und die Vorschläge der Behindertenverbände fan­den bei den Unternehmen kein Gehör.

Klare sach­dien­li­che Argumente und Erfahrungen der Betroffenen hat­ten kei­nen Platz“, so Killewald. Killewald for­dert ein Moratorium und eine zügige Lösung des Problems im Interesse der behin­der­ten Menschen.

Ein vom NRW-​Verkehrsministerium beauf­trag­tes Machbarkeitsgutachten wird im ers­ten Quartal 2015 erwartet.

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