Dormagen: Stadtbibliothek wird umge­baut – Selbstausleihe und neue Außenrückgabe

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Stadtbibliothek erfreut sich wei­ter­hin zuneh­men­der Beliebtheit. Rund 241 000 Ausleihen konnte das Medienparadies am Marktplatz im vori­gen Jahr verzeichnen. 

Das waren sechs Prozent mehr als 2013, als wir eben­falls schon eine deut­li­che Steigerung hat­ten“, infor­miert die städ­ti­sche Kulturdezernentin Tanja Gaspers. Nach statt­li­chen 1117 Neuanmeldungen ist die Zahl der Bibliothekskunden auf nun­mehr rund 5000 gewach­sen. Der jüngste Bibliothekskunde ist zehn Monate alt. Er wurde von sei­nen Eltern schon kurz nach der Geburt ange­mel­det. Die älteste Kundin ist mit 94 Jahren die ehe­ma­lige Bibliotheksmitarbeiterin Maria Kutschke.

Im neuen Jahr geht es für die städ­ti­sche Einrichtung gleich mit einem Umbau wei­ter. Ab dem 2. Februar wird für die Benutzer die Selbstausleihe ein­ge­führt. „Das funk­tio­niert ähn­lich wie an Scanner-​Kassen im Supermarkt“, erläu­tert Bibliotheksleiterin Claudia Schmidt. Die Kunden hal­ten an den Geräten nur kurz ihren Ausweis vor und legen Bücher, Zeitschriften, CDs oder DVDs auf eine Glasplatte. Alle Daten wer­den dann auto­ma­tisch ein­ge­le­sen. Am Ende müs­sen die Benutzer ledig­lich die Quittung ent­neh­men. Auch even­tu­ell anfal­lende Gebühren kön­nen sie an den Geräten bezah­len. Die Automaten neh­men Münzen oder Geldscheine und geben Restbeträge zurück. „Im Laufe des Jahres wol­len wir zusätz­lich die Zahlungsmöglichkeit per EC-​Karte ein­füh­ren“, so Claudia Schmidt.

Bei der Bedienung der Geräte ist das Bibliotheksteam den Kunden vor allem in der Startphase gern behilf­lich. „Nach dem ers­ten Mal sollte das aller­dings kein Problem mehr sein“, macht die stell­ver­tre­tende Bibliotheksleiterin Katrin Pöllnitz deutlich.

Die neue Technik führt nicht nur für das Bibliotheksteam zu Arbeitserleichterungen, son­dern hat auch Vorteile für die Kunden. „Wir gewin­nen dadurch mehr Zeit für eine qua­li­ta­tive Beratung. Wer auf der Suche nach bestimm­ten Medien ist oder auch ein­mal gerne einen Lesetipp hätte, kann in der Bibliothek in Zukunft noch bes­ser unter­stützt wer­den“, erklärt Kulturdezernentin Gaspers. Bei dem Umbau wird auf der Südseite des Haupteingangs zudem eine neue Außenrückgabe geschaf­fen. Dort ist es mög­lich, Medien auch außer­halb der nor­ma­len Öffnungszeiten wie­der­zu­brin­gen. Die Annahmestelle funk­tio­niert wie die Selbstausleihe mit elek­tro­ni­schen Scannern. Mit den von ihnen ent­lie­he­nen Medien kön­nen die Benutzer den Automaten öff­nen. Die Rückgabe wird sofort ver­bucht und die Kunden erhal­ten einen Beleg.

Insgesamt 100 000 Euro kos­ten der Umbau und die Modernisierung der Bildungseinrichtung. Die Stadt erhält hier­für einen 80-​prozentigen Landeszuschuss. „Nachdem die Bibliothek im vori­gen Jahr ihr 50-​jähriges Bestehen fei­ern konnte, schrei­tet die tech­ni­sche Entwicklung hier wei­ter rasch voran“, so Tanja Gaspers. Erst im November 2013 hatte die Bibliothek die Möglichkeit der „Onleihe“ ein­ge­führt. Seither kön­nen hier auch eBooks, eVideos oder eAudios über das Internet ent­lie­hen werden.

Wegen des anste­hen­den Umbaus ist die Bibliothek vom 19. bis 31. Januar geschlos­sen. Die Ausleihfristen für Medien, die in die­sem Zeitraum nor­ma­ler­weise zurück­ge­ge­ben wer­den müs­sen, wer­den auto­ma­tisch bis zum 2. Februar ver­län­gert. Dann steht die Bibliothek wie­der zu den übli­chen Öffnungszeiten zur Verfügung: mon­tags von 10 bis 18 Uhr, diens­tags von 10 bis 20 Uhr, don­ners­tags von 14 bis 20 Uhr, frei­tags von 10 bis 18 Uhr und sams­tags von 10 bis 14 Uhr.

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