Dormagen/​Rommerskirchen: Konverter auf Kaarster Dreiecksfläche – Bürgermeister suchen Unterstützung

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen/​Dormagen – Seit dem 03.12.2014 steht fest, dass die Firma Amprion für den Bau des ULTRANET-​Konverters die Kaarster Dreiecksfläche zur Realisierung des Vorhabens favorisiert.

Amprion hatte im Rahmen einer Informationsveranstaltung dem Rhein-​Kreis Neuss und den Kommunen die­ses Ergebnis der gut­ach­ter­li­chen Standortsuche vor­ge­stellt. Die Kaarster Dreiecksfläche sei Favorit, so Amprion, da der Standortbereich mit Abstand die größte Entfernung zur geschlos­se­nen Wohnbebauung (1.300 Meter) aufweist.

Der Rhein-​Kreis Neuss hatte sich im Verfahren für die Überprüfung die­ser Fläche aus­ge­spro­chen. Zwar sei für die Fläche eine Nutzungsänderung nötig, da die Fläche der­zeit im Regionalplan für den Kiesabbau reser­viert sei – die Fläche sei aber wegen ihres größ­ten Abstands zur geschlos­se­nen Wohnbebauung dem alter­na­ti­ven Standortbereich in Gohr vorzuziehen.

Auch auf der Bürgermeisterkonferenz war stets Tenor, dass die größte Distanz zur Wohnbebauung ent­schei­den­des Kriterium für Standort zum Bau des Konverters sein sollte.

Amprion hatte mehr­fach erklärt, als Vorhabenträger alle nöti­gen Schritte unter­neh­men zu wol­len, um den Bau des Konverters auf die Kaarster Dreiecksfläche zu ermög­li­chen. Dazu zähle – so Amprion – eine ent­spre­chende Stellungnahme im lau­fen­den Verfahren zur Änderung des Regionalplans (Zieländerung), aber auch die gut­ach­ter­li­che Vorbereitung eines Zielabweichungsverfahrens, das dann im Zuge des Planfeststellungsverfahrens begin­nen könne.

Damit ist auch nach Ansicht von Bürgermeister Dr. Martin Mertens alles zu tun und nichts zu unter­las­sen, um die Realisierung des favo­ri­sier­ten Standortbereichs in Kaarst – ins­be­son­dere vor dem Hintergrund des Konflikts mit der bestehen­den raum­ord­ne­ri­schen Ausweisung als „Bereich für die Sicherung und den Abbau ober­flä­chen­na­her Bodenschätze“ – zu verwirklichen.

Gemeinsam mit dem Dormagener Bürgermeister Erik Lierenfeld hat Bürgermeister Dr. Martin Mertens darum jetzt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben.

Das den Ministern vor­ge­tra­gene Anliegen rich­tet sich auf die not­wen­dige Anpassung des Regionalplanes im Hinblick auf den favo­ri­sier­ten Konverterstandortbereich.

Lierenfeld und Dr. Mertens erläu­tern in den Anschreiben vom 19.12.2014, dass in Gohr der Abstand zur Wohnsiedlung nur etwa 500 Meter beträgt, wäh­rend es in Kaarst 1.300 Meter zur nächs­ten Wohnbebauung sind.

Deshalb – so die Bürgermeister von Dormagen und Rommerskirchen – „bit­ten wir Sie im Interesse der betrof­fe­nen Menschen in Rommerskirchen und Dormagen, alles in Ihrer Macht ste­hende zu tun, damit der Standort ”Dreiecksfläche Kaarst” rea­li­siert wer­den kann”.

(1 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)