Dormagen/​Rommerskirchen: Konverter auf Kaarster Dreiecksfläche – Bürgermeister suchen Unterstützung

Rommerskirchen/ Dormagen – Seit dem 03.12.2014 steht fest, dass die Firma Amprion für den Bau des ULTRANET-Konverters die Kaarster Dreiecksfläche zur Realisierung des Vorhabens favorisiert.

Amprion hatte im Rahmen einer Informationsveranstaltung dem Rhein-Kreis Neuss und den Kommunen dieses Ergebnis der gutachterlichen Standortsuche vorgestellt. Die Kaarster Dreiecksfläche sei Favorit, so Amprion, da der Standortbereich mit Abstand die größte Entfernung zur geschlossenen Wohnbebauung (1.300 Meter) aufweist.

Der Rhein-Kreis Neuss hatte sich im Verfahren für die Überprüfung dieser Fläche ausgesprochen. Zwar sei für die Fläche eine Nutzungsänderung nötig, da die Fläche derzeit im Regionalplan für den Kiesabbau reserviert sei – die Fläche sei aber wegen ihres größten Abstands zur geschlossenen Wohnbebauung dem alternativen Standortbereich in Gohr vorzuziehen.

Auch auf der Bürgermeisterkonferenz war stets Tenor, dass die größte Distanz zur Wohnbebauung entscheidendes Kriterium für Standort zum Bau des Konverters sein sollte.

Amprion hatte mehrfach erklärt, als Vorhabenträger alle nötigen Schritte unternehmen zu wollen, um den Bau des Konverters auf die Kaarster Dreiecksfläche zu ermöglichen. Dazu zähle – so Amprion - eine entsprechende Stellungnahme im laufenden Verfahren zur Änderung des Regionalplans (Zieländerung), aber auch die gutachterliche Vorbereitung eines Zielabweichungsverfahrens, das dann im Zuge des Planfeststellungsverfahrens beginnen könne.

Damit ist auch nach Ansicht von Bürgermeister Dr. Martin Mertens alles zu tun und nichts zu unterlassen, um die Realisierung des favorisierten Standortbereichs in Kaarst – insbesondere vor dem Hintergrund des Konflikts mit der bestehenden raumordnerischen Ausweisung als „Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze“ – zu verwirklichen.

Gemeinsam mit dem Dormagener Bürgermeister Erik Lierenfeld hat Bürgermeister Dr. Martin Mertens darum jetzt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben.

Das den Ministern vorgetragene Anliegen richtet sich auf die notwendige Anpassung des Regionalplanes im Hinblick auf den favorisierten Konverterstandortbereich.

Lierenfeld und Dr. Mertens erläutern in den Anschreiben vom 19.12.2014, dass in Gohr der Abstand zur Wohnsiedlung nur etwa 500 Meter beträgt, während es in Kaarst 1.300 Meter zur nächsten Wohnbebauung sind.

 

Deshalb – so die Bürgermeister von Dormagen und Rommerskirchen – "bitten wir Sie im Interesse der betroffenen Menschen in Rommerskirchen und Dormagen, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, damit der Standort 'Dreiecksfläche Kaarst' realisiert werden kann".

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