Spanisches zu viert und fünft – spa­ni­sches Streichquartett

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Cuarteto Casals gilt schon seit lan­gem als das bekann­teste spa­ni­sche Streichquartett, aber auch auf inter­na­tio­na­lem Parkett sind die vier Musiker schon seit lan­gem nicht mehr weg­zu­den­ken – und am Freitag, 16. Januar 2015, 20 Uhr, sind sie zu Gast bei den ZeughausKonzerten, Markt 42–44, Neuss.

Cuarteto Casals, Foto: Molina Visuals
Cuarteto Casals, Foto: Molina Visuals

Die New York Times beschrieb das ein­zig­ar­tige musi­ka­li­sche Ausdrucksspektrum des Quartetts als „eine ganz per­sön­li­che klang­li­che Note“, was sich auch in ihrem Repertoire wider­spie­gelt, denn für sie ist es eine Ehrensache auch Werke spa­ni­scher Komponisten zu spie­len. „Spanien ist ein Land ver­schie­dens­ter Kulturen.

Deshalb prä­sen­tie­ren wir in unse­rem Programm auch Werke aus vier unter­schied­li­chen Regionen. Wir begin­nen im Süden mit Joaquín Turinas Gebet des Stierkämpfers. Darauf folgt mit Juan Crisostomo de Arriaga, dem ”spa­ni­schen Mozart´, der berühm­teste Komponist des Baskenlandes.

Nach der Pause rei­sen wir mit Eduard Toldrà an die kata­la­ni­sche Mittelmeerküste, und am Ende errei­chen wir Madrid und sei­nen einst­ma­li­gen Hofkomponisten Luigi Boccherini, um mit ihm und dem Gitarristen Carles Trepat einen Fandango zu tan­zen” so Jonathan Brown, der lang­jäh­rige Bratscher des Ensembles.

Die Tickets für das Cuarteto Casals gibt es als Einzelkarten – oder im belieb­ten Mini-​Abo, das drei Konzerterlebnisse zum Sonderpreis von 60 Euro ermög­licht (nur über die Tourist Information, Büchel 6, Telefon 02131 4037795).

Einzelkarten kön­nen an den bekann­ten Vorverkaufsstellen, über die Karten-​Hotline unter 02131–5269 9999 oder über das Internet unter www​.zeug​haus​kon​zerte​.de bestellt wer­den (zuzüg­lich Versandkosten). Dort gibt es auch wei­tere Informationen.

Cuarteto Casals

Begonnen hatte der Traum 1997 an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid. Trotz ihrer Jugend – Abel Tomàs war damals erst 16 Jahre alt – gewan­nen die vier Musiker schnell die Aufmerksamkeit nam­haf­ter Mentoren: so von den Kollegen des Hagen Quartetts und von Walter Levin, dem legen­dä­ren Primarius des LaSalle Quartetts.

Seitdem sie in den Jahren 2000 und 2002 mit den jeweils ers­ten Preisen der London String Quartet Competition und des inter­na­tio­na­len Brahms-​Wettbewerbs in Hamburg aus­ge­zeich­net wur­den, haben sich die vier Musiker als eines der viel­ver­spre­chends­ten Quartette eta­bliert und sind als sol­ches regel­mä­ßig in den größ­ten Konzertsälen der Welt zu Gast, wie z.B. in London, New York, der Carnegie Hall, den Philharmonien von Köln und Berlin, im Wiener Musikverein, der Cité de la Musique in Paris oder auch dem Concertgebouw in Amsterdam. Als Anerkennung für die ein­zig­ar­tige Position des Cuarteto Casals als ers­tes spa­ni­sches Quartett mit einem wahr­haft inter­na­tio­na­len Profil, wurde das Ensemble mit dem Premio Nacional de Música und dem Premi Ciutat Barcelona aus­ge­zeich­net. In die­sem Zusammenhang hat das Quartett auch die Ehre gehabt, den König von Spanien auf diplo­ma­ti­schen Besuchen zu beglei­ten, und dabei auf den unver­gleich­li­chen Stradivari-​Instrumenten der Sammlung des könig­li­chen Palastes in Madrid zu spie­len. Über das zahl­rei­che Erscheinen des Ensembles im euro­päi­schen und nord­ame­ri­ka­ni­schen Radio und Fernsehen hin­aus, ist das Cuarteto Casals „Quartett in Residenz“ im Auditori de Barcelona. Alle vier Quartettmitglieder haben eine Professur an der Escola Superior de Musica de Catalunya inne. Als Exklusivkünstler bei Harmonia Mundi hat das Quartett über die Jahre bereits eine umfang­rei­che Diskographie erar­bei­tet und ver­öf­fent­licht. Neben den gro­ßen Klassikern wie Mozart, Haydn oder Brahms, wid­met sich das Quartett auch weni­ger bekann­ten Komponisten wie zum Beispiel ihren Landsmännern Arriaga oder Toldrá. Darüberhinaus umfasst ihr Repertoire auch Werke der gro­ßen Komponisten des 20. Jahrhunderts: Bartok, Kurtág und Ligeti.

Für ihre Einspielung der „Sieben letz­ten Worte“ von Haydn wur­den sie im Herbst 2014 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik aus­ge­zeich­net. Und mit Beginn die­ser Saison ist das Cuarteto Casals Gastprofessor an der Hochschule für Musik in Köln, wo sie von 1998–2003 stu­diert haben.

Carles Trepat

Carles Trepat wurde 1960 im kata­la­ni­schen Lérida gebo­ren. Seinen ers­ten Gitarrenunterricht bekam er mit 13 Jahren von Jordi Montagut. 1976 nahm er an der letz­ten Meisterklasse von Altmeister Emili Pujol teil, der selbst noch bei Francisco Tárrega stu­diert hatte. Trepat hat zahl­rei­che inter­na­tio­nale Preise gewon­nen, dar­un­ter den „Premio Tárrega“. Im Sommer 2014 wurde er mit dem Ehrenpreis „José Tomás“ ausgezeichnet.

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