Dormagen: Neuer Flächennutzungsplan – Bürger kön­nen mitgestalten

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Wo kann in den Dormagener Stadtteilen künf­tig noch gebaut wer­den? An wel­chen Stellen sind Industrie- und Gewerbeansiedlungen möglich? 

Welche Flächen sol­len dage­gen für den Naturschutz oder die Landwirtschaft gesi­chert wer­den? Das alles legt der Flächennutzungsplan fest, den die Stadt jetzt nach 30 Jahren neu auf­stellt. „Dieses Planungswerk ist zen­trale Grundlage für unsere gesamte Stadtentwicklung.

Deshalb sol­len die Bürger hier inten­siv mit­wir­ken und ihre eige­nen Ideen für die Zukunft ein­brin­gen kön­nen“, kün­digt Bürgermeister Erik Lierenfeld an.

Am Donnerstag, 22. Januar, um 19.30 Uhr star­tet die öffent­li­che Beteiligung mit einem Informationsabend in der Kulturhalle an der Langemarkstraße. „Den Besuchern wird hier von Experten anschau­lich dar­ge­stellt, wozu der Flächennutzungsplan dient und was darin alles erfasst ist“, erläu­tert der zustän­dige städ­ti­sche Fachbereichsleiter Gregor Nachtwey.

Ein wich­ti­ges Thema an die­sem Abend sind auch die Vorgaben des Landes, wel­che Flächen es der Stadt Dormagen ins­ge­samt noch für wei­tere Wohnbebauungen und Gewerbeansiedlungen zur Verfügung stellt. „Diese Festlegungen ent­hält der Regionalplan, der zur Zeit eben­falls von der Bezirksregierung neu auf­ge­stellt wird“, so Nachtwey. Die Stadt Dormagen hat bereits deut­lich gemacht, dass sie mit den bis­her vom Land vor­ge­se­he­nen Flächenpotenzialen nicht zufrie­den ist.

Nach der Startveranstaltung fol­gen bis zum Herbst fünf öffent­li­che Stadtteilwerkstätten. Hier kön­nen die Bürger ihre Interessen in den ein­zel­nen Ortsteilen deut­lich machen. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen wer­den dabei jeweils meh­rere Stadtteile zusam­men­ge­fasst. Auch um die Naherholungsmöglichkeiten, die Landschaftsentwicklung, die Verkehrswege sowie die Kultur- und Bildungseinrichtungen vor Ort wird es in den Workshops gehen. Ziel ist, gemein­sam mit den Bürgern ein umfas­sen­des Handlungskonzept für die zukünf­ti­gen Flächennutzungen und damit für fast sämt­li­che Bereiche des städ­ti­schen Lebens zu entwickeln.

Der erste Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan soll im Anschluss an die Stadtteilwerkstätten im ers­ten Quartal 2016 vor­ge­stellt wer­den. Danach beginnt in einer zwei­ten Stufe das recht­lich ver­bind­li­che Beteiligungsverfahren, in dem die Bürger noch ein­mal die Möglichkeit haben, sämt­li­che Anregungen und Bedenken einzubringen.

Begleitet wird das gesamte Verfahren von den bei­den Planungsbüros „plan­lo­kal“ und „grün­plan“ aus Dortmund. Für Fragen steht bei der Stadtverwaltung gern Daniel Gürich vom Fachbereich Städtebau zur Verfügung. Er ist tele­fo­nisch unter 02133/257–617 oder per E‑Mail an daniel.guerich@stadt-dormagen.de erreichbar.

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