Grevenbroich: Grußwort der Bürgermeisterin zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ehe wir uns ver­se­hen, ist die frü­her so oft als gemüt­lich bezeich­nete Adventszeit vorbei. 

Das Weihnachtsfest klopft an die Tür und wehe dem, der noch nicht alle Geschenke für seine Lieben bei­sam­men hat. Nehmen wir uns trotz­dem einen Augenblick Zeit, um Rückblick zu neh­men auf das ver­gan­gene Jahr, bevor wir uns den Herausforderungen des neuen Jahres stel­len müs­sen – denn eines ist schon jetzt ganz sicher: Es wird nicht bes­ser und nicht schlech­ter als das alte Jahr, und wir wol­len es mit fes­tem Blick ange­hen und nicht zau­dern, die Chancen zu ergrei­fen, die es uns bie­ten wird.

Mitte Februar erreichte die Stadt eine gute Nachricht: der Haushalt für das Jahr 2014 war zusam­men mit dem Sanierungsplan von der Kommunalaufsicht geneh­migt wor­den. Das ist von enor­mer Bedeutung für die Handlungsfähigkeit der Stadt, die wir mit dem Sanierungsplan bis zum Jahr 2024 wie­der erlan­gen wer­den, sofern alle Maßnahmen des Konzeptes umge­setzt wer­den. Das ist sicher nicht immer ein­fach, aber unver­zicht­bar, wenn wir wie­der eigen­stän­dig unsere Zukunft pla­nen wol­len. Ich möchte mich an die­ser Stelle aus­drück­lich bei allen bedan­ken, die die­ses Konzept erar­bei­tet haben und bei der Umsetzung hel­fen – sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, als auch bei den Politikerinnen und Politikern des Rates.

Ende Februar konn­ten wir eine wich­tige Maßnahme zur Stärkung unse­rer Feuerwehr star­ten: die Grundsteinlegung zum neuen Feuerwehrgerätehaus in Frimmersdorf /​Neurath. Mittlerweile konn­ten die zwei ehe­mals selb­stän­di­gen Einheiten aus ihren alten, maro­den Gebäuden aus­zie­hen und ihre Attraktivität ins­be­son­dere für Jugendliche in einem neuen, funk­tio­na­len Gebäude erhö­hen. Dort ist im kom­men­den Jahr auch eine Rettungswache des Rhein-​Kreises Neuss unter­ge­bracht, die den süd­li­chen Bereich des Kreises abde­cken wird.

Nachdem wir aus der Villa Erckens ein neues Schmuckstück mit dem „Museum der Niederrheinischen Seele“ gemacht haben, fehl­ten uns lei­der noch die Mittel für die not­wen­dige Sanierung der Aussenfassade. Dank der Hilfe groß­zü­gi­ger Sponsoren konn­ten wir die­ses Projekt im Frühjahr ange­hen und erfolg­reich abschlie­ßen, so dass das Gebäude nun auch äußer­lich in neuem Glanz erstrahlt.

Am Pfingstmontag zeigte uns die Natur, wie ohn­mäch­tig man die­sen gewal­ti­gen Kräften oft­mals gegen­über­steht. Binnen kür­zes­ter Zeit wur­den große Teile unse­res Stadtwaldes durch den Sommersturm Ela ver­nich­tet, viele Straßenbäume umge­legt und ein Schaden ange­rich­tet, der in der Natur noch lange sicht­bar sein wird. Viele Unternehmen, Nachbarkommunen und Bürger hal­fen hier groß­zü­gig und zeig­ten uns alle ihre Liebe zur hei­mi­schen Flora. Auch ich habe ver­sucht, einen beschei­de­nen Beitrag zu leis­ten und des­halb auf die Herstellung und Versendung von Weihnachtsgrußkarten in die­sem Jahr ver­zich­tet und die ein­ge­spar­ten Mittel für den Kauf neuer Bäume bereit­ge­stellt. Wir wol­len hof­fen, dass solch ein Ereignis unsere Stadt kein zwei­tes Mal heim­su­chen wird und der Wald sich recht bald von die­sem Schlag erho­len wird.

Die Fußballweltmeisterschaft hat uns kurz dar­auf mit vie­len span­nen­den Begegnungen ver­wöhnt. Brasilien wurde zum Zentrum des Interesses und brachte viele Menschen beim gemein­sa­men Betrachten der Spiele zusam­men. Wir wur­den – wie ich meine ver­dient ‑Fußballweltmeister und lie­ßen uns alle – auch in Grevenbroich – für ein paar Tage von die­sem posi­ti­ven Erlebnis mitreißen.

Die Stadt ent­wi­ckelte sich wei­ter: in Neuenhausen ging im hin­te­ren Bereich der Königslindenstraße ein neues, hoch­wer­ti­ges Baugebiet an den Start, in dem sich rund 40 neue Familien ansie­deln wer­den. Gut für uns und die Zukunft unse­rer Stadt.

Im Rathaus konnte ein Vertrag über die neue Gestaltung des ehe­ma­li­gen Wellenfreibades in Neurath abge­schlos­sen wer­den. Hier wer­den im kom­men­den Jahr viele Kinder und natür­lich auch deren Eltern viel Spaß im Abenteuerland „Bobbolandia“ haben. Ich freue mich schon jetzt auf die Eröffnung die­ser neuen Anlage im kom­men­den Jahr und hoffe, dass sie sich zu einer neuen Attraktion für unsere Stadt ent­wi­ckeln wird.

Rat und Verwaltung haben sich in die­sem Jahr oft­mals mit den Auswirkungen der demo­gra­phi­schen Entwicklung in unse­rer Stadt beschäf­tigt. Wichtig ist es, dass wir unsere Strukturen nicht nur erhal­ten, son­dern auch stär­ken für die vor uns lie­gen­den Jahrzehnte und eine älter wer­dende Bevölkerung. Das erschöpft sich nicht darin, neue Seniorenresidenzen zu eröff­nen und alten­ge­rechte Wohnungen in der Stadt zu schaf­fen, nein, wir müs­sen auch vor­han­dene Einrichtungen wie z.B. unser Schloßbad oder auch unse­ren Baubetriebshof für die Zukunft fit machen. Ich bin daher froh, dass wir mit der GWG Kommunal GmbH einen leis­tungs­fä­hi­gen Partner gefun­den haben, der uns am Alten Schloß ein neues Bad errich­ten wird, das nicht nur für das Schulschwimmen wich­tig ist, son­dern auch für unsere älte­ren Bürger ein attrak­ti­ver Treffpunkt sein wird. Mein herz­li­cher Dank gilt an die­ser Stelle beson­ders Herrn Willi Peitz von der GWG GmbH und unse­rem Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke, die uns bei der Realisierung die­ser Mammutaufgabe maß­geb­lich gehol­fen haben.

Daneben haben wir auch sonst viel für unsere Kinder und Jugendlichen errei­chen kön­nen: egal ob es die Stabilisierung und der Ausbau unse­rer Schullandschaft ist, die Schaffung wei­te­rer Kita-​Plätze z.B. in Gustorf oder zuletzt auch mit der Einweihung des sehr gelun­ge­nen Buckau-​Spielplatzes. Diese Investitionen wer­den wir auch im kom­men­den Jahr fort­set­zen, z.B. mit dem Bau eines neuen Schülercafés direkt neben dem Schulgebäude an der Parkstraße.

Hervorheben möchte ich an die­ser Stelle aber auch die Bedeutung des Ehrenamtes in unse­rer Stadt, das für den Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern in unse­rer Stadt von enor­mer Bedeutung ist. Dies wird mir immer wie­der deut­lich, wenn ich unsere vie­len Vereine und Verbände, ins­be­son­dere die vie­len Schützen- und Heimatfeste in unse­rer Stadt besu­che. Vieles wäre ohne die dort geleis­tete ehren­amt­li­che Arbeit nicht mög­lich. Mein herz­li­cher Dank für das dort erbrachte Engagement.

Lassen sie mich aber auch liebe Grüße an jene rich­ten, die sich im Auftrag von Hilfsorganisationen oder als Angehörige der Bundeswehr fern von ihren Familien im Ausland auf­hal­ten, oder die­je­ni­gen unter uns, die an den Feiertagen arbei­ten müs­sen. Auch Ihnen wün­sche ich im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Grevenbroich und auch per­sön­lich ein geseg­ne­tes Weihnachtsfest sowie einen guten Übergang ins neue Jahr, ver­bun­den mit den bes­ten Wünschen für 2015.

Ihre

Ursula Kwasny

Bürgermeisterin

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