Dormagen: Weihnachtsgrußwort des Bürgermeisters

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Liebe Dormagenerinnen und Dormagener. – Wenn die Häuser zu leuch­ten begin­nen, wächst auch bei mir jedes Jahr die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. 

Es ist die Zeit, in der wir mit den Menschen zusam­men­kom­men, die uns am liebs­ten sind. Wir besin­nen uns auf das, was im Leben wich­tig ist, und bli­cken dabei auch schon ein­mal lang­sam auf das zu Ende gehende Jahr zurück.

Für die Stadt Dormagen ist 2014 ein Jahr des Um- und Aufbruchs gewe­sen. Es hat sich eini­ges bei uns ver­än­dert, seit im Mai ein neuer Stadtrat gewählt wurde. Die nun herr­schen­den offe­nen Mehrheitsverhältnisse zwin­gen uns alle zu einer neuen Form des Umgangs. Entscheidungen müs­sen nun gut begrün­det und durch sach­li­che Argumente errun­gen wer­den, ein ein­fa­ches Machtwort reicht nicht mehr aus. Mehr Miteinander wagen – das ist das Gebot der Stunde. Ich sehe darin eine große Chance, wie­der mehr demo­kra­ti­sche Akzeptanz statt Politikverdrossenheit vor Ort zu erreichen.

Dass alle Seiten bereit sind, gemein­sam Verantwortung zu über­neh­men, zeigt die kurz vor Weihnachten noch gefun­dene Einigung zum städ­ti­schen Haushalt. Wenn er in über­ar­bei­te­ter Form vor­aus­sicht­lich am 27. Januar ver­ab­schie­det wird, kön­nen die Zuschüsse an Vereine, Hilfsorganisationen und die Träger der offe­nen Ganztagsschulen ohne gro­ßen Zeitverzug aus­ge­zahlt wer­den. Ich bin allen Beteiligten dank­bar, dass eine sol­che Übereinkunft mög­lich war.

Das Jahr 2014 wird uns in Dormagen genauso durch die Eröffnung des neuen Bahnhofs in Erinnerung blei­ben. In Straberg freu­ten sich die Bürger über ihre neue Sportanlage. Wir haben geju­belt, als vier Dormagener erst­mals bei einer Weltmeisterschaft den Mannschaftstitel im Säbelfechten für Deutschland geholt haben. Auch bei der Fußball-​Weltmeisterschaft lagen wir uns in den Armen. Für mich per­sön­lich ist 2014 ohne­hin ein Jahr, das ich nie ver­ges­sen werde.

Froh macht mich, dass die Bürgerinnen und Bürger unse­rer Stadt auch in Notsituationen beein­dru­ckend reagiert haben. Bedingt durch die krie­ge­ri­schen Auseinandersetzungen in Syrien, dem Irak und ande­ren Ländern kom­men auch in unsere Stadt der­zeit ver­mehrt Flüchtlinge. Jetzt haben sich Kirchen, Hilfsorganisationen und viele wei­tere Partner bei uns zusam­men­ge­schlos­sen, um diese Menschen in Dormagen freund­lich will­kom­men zu hei­ßen und ihnen dabei zu hel­fen, sich mög­lichst rasch zurecht­zu­fin­den. Dieser Runde Tisch Flüchtlingshilfe zeigt ein­mal mehr, wie viel in unse­rer Stadt mög­lich ist, weil wir viele enga­gierte Bürgerinnen und Bürger haben.

Im Jahr 2015 wird unser Gemeinwesen in Dormagen wei­ter gefor­dert sein. Vor uns lie­gen nach wie vor schwie­rige Aufgaben bei der Haushaltssanierung, denn das bis­he­rige Haushaltssicherungskonzept der Stadt ist nicht aus­rei­chend. Wir wer­den uns inten­siv mit der Frage beschäf­ti­gen müs­sen, wel­che Leistungen die Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger künf­tig vor­hält und ob alles im bis­he­ri­gen Umfang erhal­ten wer­den muss. Dies kann nur im brei­ten Dialog mit den Menschen unse­rer Stadt geschehen.

Einen Bereich haben wir in Dormagen bei Sparmaßnahmen stets aus­ge­klam­mert – die Förderung von Kindern und Familien. Ich wün­sche mir, dass dies wei­ter so bleibt, denn hier haben wir mit dem „Dormagener Modell“ bewie­sen, dass sich gerade diese Investitionen loh­nen. Auch in der Förderung des Ehrenamtes dür­fen wir nicht nach­las­sen, denn die Vereine mit ihren vie­len Angeboten und die vor­han­de­nen nach­bar­schaft­li­chen Hilfen machen unsere Stadt lebens- und liebenswert.

Ich bedanke mich bei Allen, die sich auch im zurück­lie­gen­den Jahr wie­der in vie­len Stunden frei­wil­li­ger Arbeit für Dormagen ein­ge­setzt haben. Mit ihnen erle­ben wir jeden Tag ein Stück Weihnachten, denn sie sind ein uner­mess­li­ches Geschenk für unsere Stadt.

Ich wün­sche Ihnen allen ein fro­hes Weihnachtsfest und viel Glück, Gesundheit und Erfolg für 2015.

Erik Lierenfeld

Bürgermeister

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