Ausstellung „Gottvertrauen und Gehorsam“ geht weiter

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Jahr 2014 stand auch bei den Neusser Kulturinstituten ganz im Zeichen des Erinnerns an den Aus­bruch des Weltkrieges vor 100 Jahren. 

Auf beson­ders große Resonanz stieß die Ausstellung des Stadtarchivs „Gott­vertrauen und Gehorsam − Neuss im Ersten Weltkrieg“, in der das Thema erst­mals in unse­rer Stadt his­to­risch auf­ge­ar­bei­tet wurde.

Wegen der gro­ßen Nachfrage ver­län­gert das Stadt­archiv die Ausstellung nun bis Ende April 2015. „Der Zuspruch der vie­len Besucher ist über­wäl­ti­gend, ebenso die Zahl der Anfragen nach Führungen für Schulen, Vereine und andere Gruppen,“ freut sich Archivleiter Dr. Jens Metzdorf. „Um alle Wünsche zu erfül­len ver­län­gern wir gerne noch bis zum Frühjahr.“

Die Ausstellung beleuch­tet unter den Bereichen „Neuss 1900 bis 1918“, „Heimatfront“, „Soldatenleben“, „Propaganda“ und „Erinnerungskultur“ viele Facetten der Geschichte der Stadt im Ersten Weltkrieg. Inhaltliche Schwerpunkte sind die unmittel­bare Wahrnehmung des Krieges an der Heimatfront und die Erfahrungen der Neusser an den Kriegsschauplätzen.

Die Ausstellung the­ma­ti­siert die Mobilisierung der Menschen sowie die Beeinflussung der öffent­li­chen Meinung durch sym­bo­li­sche Akte und restrik­tive Maßnahmen. Der Kriegsalltag in Neuss wird am Beispiel von Arbeitsalltag und loka­ler Wirtschaft, von Vereinen, Schulen und Kirchen, ein­ge­schränk­ter Lebensmittel­versorgung und der Einrichtung von Lazaretten im Stadtgebiet Neuss nach­ge­zeich­net. Die Ausstellung wird weit­ge­hend mit Exponaten aus dem Stadtarchiv gestal­tet und durch zahl­rei­che Dokumente aus Privatbesitz angereichert.

Ein Kapitel der Ausstellung ist einem beson­de­ren Akt der Barbarei gewid­met, der noch viele Jahre euro­pa­weit für Empö­rung sorgte: die Zerstörung der Altstadt mit der his­to­ri­schen Universitätsbibliothek im bel­gi­schen Löwen, an der unter ande­rem ein Landsturm-​Bataillon aus Neuss betei­ligt war.

Die Ausstellung ist noch bis Dienstag, 23. Dezember 2014 und ab Montag, 5. Januar 2014, mon­tags bis frei­tags von neun bis 18 Uhr im Stadtarchiv, Oberstraße 15, zu sehen. Führungs­termine wer­den Anfang 2015 bekanntgegeben.

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