Rhein-​Kreis Neuss: Konverterstandort war Thema im Regionalrat

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Thema Konverter bewegt die Menschen im Rhein-​Kreis Neuss wei­ter. 19 Standorte im Kreisgebiet sind durch die Firma Amprion in den ver­gan­ge­nen Monaten auf ihre Eignung hin unter­sucht worden. 

Davon hält Amprion mitt­ler­weile den Standort Kaarst („Dreiecksfläche an der Autobahn”) und die Fläche am vor­han­de­nen Umspannwerk in Dormagen-​Gohr für beson­ders geeig­net. Heute hat sich auch der Regionalrat in Düsseldorf unter dem Vorsitz von Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke mit dem Thema beschäf­tigt. Denn an der Stelle des von Amprion favo­ri­sier­ten Standortes in Kaarst sieht der Regionalplan einen Abgrabungsbereich vor.

Bereits in den ver­gan­ge­nen Monaten hatte der Landrat mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass eine Regionalplanänderung in Kaarst ein sehr ambi­tio­nier­tes Vorhaben wäre. Der Grund ist, dass lan­des­weite Vorgaben zur Sicherung der Sand- und Kiesreserven ein­zu­hal­ten sind und zudem auch aktu­ell ein Antrag auf Auskiesung vor­liegt, der recht­lich ein­wand­frei bear­bei­tet wer­den muss.

Im Sinne unse­rer Bevölkerung und unse­rer Unternehmen muss eine rechts­si­chere und ver­läss­li­che Klärung der Gesamtsituation erfol­gen”, so Petrauschke. So hat die Bezirksregierung in der Regionalratsitzung auch poten­zi­elle Verfahrenswege zu Regionalplanänderungen erör­tert. Dabei wurde deut­lich, dass diese sehr kom­pli­ziert sind und nicht ein­fach per Beschluss rea­li­siert wer­den kön­nen. Vorab müs­sen auch erst Amprion und die Bundesnetzagentur aktiv wer­den, die das wei­tere Vorgehen in der Hand halten.

Eine zen­trale Forderung für die Menschen im Rhein-​Kreis Neuss war immer, den Abstand zur geschlos­se­nen Wohnbebauung als wesent­li­ches Kriterium zu berück­sich­ti­gen”, erläu­tert Petrauschke zum bis­he­ri­gen Verfahren: „So war es auch rich­tig, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und von Amprion eine objek­tive und trans­pa­rente Untersuchung aller mög­li­chen Standorte zu fordern.”

In vie­len Ortschaften, allen voran in Osterath, aber auch z. B. in Evinghoven, Hoisten oder in Teilen von Kaarst, wäre die Bevölkerung durch sehr gerin­gen Abstände zur Wohnbebauung beson­ders betrof­fen wor­den. „Dies konnte in der Kreisgemeinschaft abge­wen­det wer­den”, so der Landrat. 

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)