Neuss: Mitnahme von Elektromobilen in Bussen ausgeschlossen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Ab sofort schließt die Rheinbahn soge­nannte E‑Scooter (Elektromobile) von der Beförderung in Bussen aus. 

Die Entscheidung fußt auf einem Gutachten, das der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nach Unfällen mit umkip­pen­den und Verletzungen ver­ur­sa­chen­den E‑Mobilen in Auftrag gege­ben hat. Der VDV emp­fahl daher sei­nen Mitgliedern, die Beförderung der Scooter in Bussen zu untersagen.

Straßen- und Stadtbahnen blei­ben davon unbe­rührt. In Bussen wir­ken andere Kräfte auf die nicht kipp­si­che­ren, meist quer­ste­hen­den Scooter ein. Das Verbot gilt eben­falls nicht für Rollstühle, Elektro-​Rollstühle und E‑Bikes.

Zur Verdeutlichung:

  • E‑Scooter sind offene, mehr­spu­rige, elek­trisch ange­trie­bene Fahrzeuge für eine Person plus Gepäck. Sie kön­nen drei- oder vier­räd­rig sein und ver­fü­gen – je nach Höchstgeschwindigkeit – über Kennzeichen.
  • Von der Beförderung in Bussen der Rheinbahn aus­ge­schlos­sen sind ab sofort alle Typen.
  • E‑Scooter sind wegen ihres gro­ßen Wendekreises deut­lich schlech­ter zu manö­vrie­ren als Rollstühle, so die Gutachter; daher wer­den die Elektromobile in der Regel nicht längs im Gang- oder Türbereich abge­stellt und haben durch ihre Konstruktion oben­drein einen hohen Schwerpunkt.
  • Die Untersuchungen haben erge­ben, dass erhöhte Gefahr des Kippens oder Rutschens besteht, wenn Beschleunigungs- oder Bremskräfte auf die (quer) abge­stell­ten Mobile einwirken.

Der Beförderungsausschluss von E‑Scootern geschieht auf der Grundlage der Allgemeinen Beförderungsbedingungen, wonach Dinge nur dann beför­dert wer­den kön­nen, wenn dadurch Sicherheit und Ordnung des Betriebs nicht gefähr­det und Fahrgäste nicht beläs­tigt wer­den (§ 11). Das aber sieht der VDV bei der Beförderung von E‑Scootern als nicht mehr gege­ben an.

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