Dormagen: Kostenfreies Surfen auf dem Rathausplatz

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Einen neuen Service bie­tet die Dormagener City rund ums Historische Rathaus. Ab sofort kön­nen die Besucher dort kos­ten­frei im Internet sur­fen, wenn sie bei­spiels­weise an den Weihnachtshütten einen Glühwein trin­ken oder trotz der win­ter­li­chen Temperaturen die Außengastronomie nutzen. 

Möglich machen es neue Hotspots, die von der Stadt zusam­men mit dem gemein­nüt­zi­gen Verein Freifunk Rheinland ein­ge­rich­tet wurden.

Die Idee dazu kam von Lukas Lamla, Landtagsabgeordneter der Piratenpartei. Er stellte die Kontakte zu dem Freifunk-​Verein her und küm­merte sich um die schnelle Verwirklichung. „Dormagen ist nun die erste Stadt im Rhein-​Kreis-​Neuss, die mit Freifunk ein ech­tes und freies WLAN-​Netzwerk anbie­tet. Unser Ziel ist es, zusam­men mit den Einzelhändlern, Vereinen und Bürgern ein flä­chen­de­cken­des freies WLAN in ganz Dormagen zu schaf­fen“, so der Landtagsabgeordnete. „Wir haben diese Anregung gern auf­ge­grif­fen, weil wir dadurch eine noch ein­la­den­dere Atmosphäre in unse­rer City bie­ten kön­nen. Dies ist auch ein deut­li­cher Beitrag zur Wirtschaftsförderung“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Die Stadtverwaltung stellt für das öffent­li­che WLAN auf dem Rathausplatz die erfor­der­li­che Internetverbindung zur Verfügung. „Das geschieht in einem abge­si­cher­ten Bereich im Rahmen der bereits vor­han­de­nen Kapazitäten“, erläu­tert der städ­ti­sche IT-​Leiter Wolfgang Zimmer. Freifunk Rheinland über­nimmt im Gegenzug die so genannte Störerhaftung. Diese tritt in Kraft, wenn die Internetverbindung bei­spiels­weise zum ille­ga­len Herunterladen von Musikdateien oder Filmen miss­braucht wird. Der Verein stellte außer­dem zwei Router bereit. Drei wei­tere Router konn­ten durch eine pri­vate Spende von Mitgliedern der Ratsfraktion Piraten/​Die Linke, initi­iert durch den Fraktionsvorsitzenden Rafael Kazior, ange­schafft wer­den. „Das Ziel von Freifunk Rheinland und auch unse­rer Fraktion ist, das öffent­li­che WLAN auf mög­lichst viele Bereiche aus­zu­deh­nen und so allen Menschen die digi­tale Teilhabe zu ermög­li­chen“, erklärt er.

Auch im Kulturhaus an der Langemarkstraße und der Stadtbibliothek am Marktplatz und bie­tet die Stadt Dormagen ab sofort in Kooperation mit dem Freifunk-​Verein einen freien Internetzugang an. Auf dem Handy wird das WLAN mit dem Namen „Freifunk“ ange­zeigt. Eine Anmeldung ist bei der Verbindung nicht erfor­der­lich. „Die Nutzer soll­ten aller­dings vor­sichts­hal­ber über das offene Netz keine Bankgeschäfte abwi­ckeln und E‑Mails oder andere per­sön­li­che Daten nur ver­schlüs­selt abru­fen“, emp­fiehlt Zimmer. Die Stadt hofft, dass sich auch Unternehmen und Privatbürger künf­tig mit einem Teil ihrer Internetkapazitäten in das neue Angebot ein­brin­gen. So könnte durch frei­wil­li­ges Engagement all­mäh­lich ein Bürgernetz in Dormagen ent­ste­hen. „In einem ers­ten Schritt möch­ten wir das Angebot gern im Bereich der Fußgängerzone aus­deh­nen“, so Bürgermeister Lierenfeld. Nähere Info tele­fo­nisch unter 02133/257–434.

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