Dormagen: Umweltbewusstsein lohnt sich – Ökoprofit-​Teilnehmer zogen Halbzeitbilanz

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Dormagen – Zu jähr­li­chen Energieeinsparungen von min­des­tens 294 000 Kilowattstunden und dadurch einer Umweltentlastung um 105 Tonnen Kohlendioxid wird das Projekt Ökoprofit in Dormagen führen. 

Seit Mai 2014 sind zehn ört­li­che Unternehmen an die­ser gemein­sa­men Initiative von Land und Stadt betei­ligt. Insgesamt 31 Einzelprojekte wur­den dabei bereits ent­wi­ckelt. In einer Halbzeitbilanz stell­ten die Firmenvertreter jetzt gemein­sam vor, was sie bereits erreicht haben und wel­che Schritte sie noch pla­nen. „Neben beein­dru­cken­den Zahlen zeigte die Präsentation vor allem, dass alle Teilnehmer vom Sinn des Projektes über­zeugt sind und zum Teil jetzt schon erheb­lich von ihm pro­fi­tie­ren“, resü­miert Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Themen-​Workshops und Audits vor Ort mach­ten den Unternehmern und ihren Mitarbeitern bewusst, dass auch schein­bar unbe­deu­tende Maßnahmen oft schon mess­bare finan­zi­elle Effekte brin­gen kön­nen. „Gerade das ist der Leitgedanke von Ökoprofit – durch umwelt­be­wuss­te­res Wirtschaften die Betriebskosten sen­ken und davon direkt finan­zi­ell zu pro­fi­tie­ren“, erläu­tert der städ­ti­sche Klimaschutzbeauftragte Dennis Fels.

Dass bei Energiesparprojekten auch das sprich­wört­li­che Kleinvieh Mist machen kann, erkann­ten etwa das Hackenbroicher Logistikunternehmen EMS GmbH und die Taxi Hillmann GmbH. Durch ein Öko-​Fahrtraining soll hier der Kraftstoffverbrauch in Lkw und Bussen redu­ziert wer­den. Die Masse macht es: „Was die Senkung des Dieselverbrauchs von 30 auf 28 Liter pro 100 Kilometer auf der 5 000 Kilometer lan­gen Strecke von Dormagen nach Istanbul und zurück an jähr­li­cher Kostenersparnis bedeu­tet, kön­nen wir uns bei EMS im Kopf aus­rech­nen“, sagt Büroleiter René Schneider. „Die Investition von 5.300 Euro in ein Fahrtraining wird sich bei uns nach einem Jahr schon bei einer Dieseleinsparung von zwei Prozent amor­ti­sie­ren“, pflich­tet ihm Taxi-​Hillmann-​Geschäftsführer Kai-​Uwe Harth bei.

Eine bewährte Maßnahme, wie sie die Blisterzentrum GmbH & Co. KG mit der Sonnenapotheke sowie die Rhein-​Apotheke umset­zen, ist die Umrüstung auf die Energie spa­rende LED-​Beleuchtungen. Im Rahmen von Ökoprofit ste­hen noch zwei wei­tere Workshops und zusätz­li­che Vor-​Ort-​Beratungen auf dem Programm. Nach den für März 2015 geplan­ten Abschlussprüfungen wer­den die Unternehmen zer­ti­fi­ziert und im Mai öffent­lich ausgezeichnet.

Das Ökoprofit-​Projekt wird von der Stadt Dormagen und den teil­neh­men­den Unternehmen finan­ziert. 80 Prozent des städ­ti­schen Anteils för­dert dabei das Land NRW. Zu den betei­lig­ten Unternehmen gehö­ren auch die ppm pla­nung + pro­jekt manage­ment GmbH, die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen, die evd ener­gie­ver­sor­gung dor­ma­gen, das Fitnessstudio Shinto sowie der städ­ti­sche Eigenbetrieb Dormagen und die Technischen Betriebe Dormagen. Sie tra­gen die Beraterkosten in Höhe von 2 500 bis maxi­mal 9 000 Euro (je nach Mitarbeiterzahl) und finan­zie­ren ihre Investitionen.

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