Dormagen: Bündnis will ehren­amt­li­che Hilfen für Flüchtlinge

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Dormagen – . „Wir für euch“ – unter die­sem Motto for­miert sich in Dormagen ein brei­tes Bündnis aus Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und der Stadt. 

Gemeinsam wol­len sich alle Beteiligten um die stei­gende Zahl von Flüchtlingen küm­mern und kon­krete Hilfe leis­ten. Dazu kamen jetzt mehr als 30 Vertreter auf Einladung von Bürgermeister Erik Lierenfeld an einem „Runden Tisch“ im Historischen Rathaus zusam­men. „Auch bei uns sind wir dazu auf­ge­ru­fen, diese Menschen in ihrer Notsituation nicht allein zu las­sen. Wir möch­ten sie in huma­ner Form in Dormagen will­kom­men hei­ßen und dafür sor­gen, dass sie sich als neue Nachbarn bei uns zurecht­fin­den kön­nen“, so der Bürgermeister.

Der Anlass für den Runden Tisch: Seit 2012 ist die Zahl der in Dormagen unter­ge­brach­ten Flüchtlinge von 60 auf der­zeit 233 ange­stie­gen. Ursachen hier­für sind unter ande­rem die Kriege in Syrien und dem Irak. Auch aus den Balkanstaaten kom­men ver­mehrt Menschen nach Dormagen. Durch den gegen­wär­ti­gen Zustrom hat sich zudem die Bearbeitungsdauer für Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ver­län­gert. Dies führt all­ge­mein zu einer län­ge­ren Aufenthaltsdauer.

Mit den aktu­el­len Flüchtlingszahlen sind wir zwar noch weit von den Spitzenwerten in den 90er Jahren ent­fernt, aber die men­schen­wür­dige Unterbringung stellt uns alle vor Herausforderungen“, erläu­tert die zustän­dige Fachbereichsleiterin Martina Hermann-​Biert. Um Engpässen in den Notunterkünften vor­zu­beu­gen, küm­mert sich die Stadt der­zeit um zusätz­li­chen Wohnraum. „Wir wer­den dazu dezen­tral ein­zelne Wohnungen anmie­ten, eine Massenunterbringung zum Beispiel in Turnhallen kommt für uns nicht in Frage“, kün­digt der Bürgermeister an.

Der neue Runde Tisch will beglei­tend zur Arbeit der Stadt ehren­amt­li­che Hilfen orga­ni­sie­ren. So ist bei­spiels­weise daran gedacht, Paten für Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen zu fin­den, die sie bei Behördengängen beglei­ten oder auch zei­gen, wo sie ein­kau­fen kön­nen oder einen Arzt fin­den. Aus den Reihen ehe­ma­li­ger Zuwanderer könn­ten Menschen in Dormagen gewon­nen wer­den, die sprach­li­che Hilfen für die Flüchtlinge anbie­ten. Auch um sinn­volle Sachspenden will sich der Runde Tisch küm­mern. Dies kön­nen zum Beispiel Kinderspielzeug, Sprachlexika, Schulmaterialien für Kinder oder warme Winterkleidung sein. Eine wei­tere Idee: In Zusammenarbeit mit den Dormagener Vereinen könn­ten Sportangebote für Flüchtlinge gemacht wer­den. „All diese Vorschlage sol­len jetzt schnellst­mög­lich kon­kre­ti­siert wer­den“, sagt die zustän­dige städ­ti­sche Koordinatorin Regina Kappeler.

An dem Auftakttreffen im Historischen Rathaus waren unter ande­rem Vertreter von Caritas, Diakonie, Kirchengemeinden, Religionsgemeinschaften, Integrationsrat, Internationaler Bund, Jugend-​Migrationsdienst sowie Mitglieder des frü­he­ren öku­me­ni­schen Arbeitskreises Asyl und wei­tere enga­gierte Einzelbürger betei­ligt. Nähere Info tele­fo­nisch unter 02133/257–835.

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