Meerbusch: Kein Stromkonverter in Osterath

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Osterath wird nicht Standort des umstrit­te­nen nörd­li­chen Stromkonverters für die geplante Nord-Süd-Stromautobahn. 

Das ist das Ergebnis des Gutachtens, das das Beratungs- und Projektsteuerungsbüro ERM aus Neu-​Isenburg im Auftrag des Stromnetzbetreibers Amprion erstellt hat. Die umfas­sende „Standortbereichsbewertung“ wurde den Vertretern der als Standort in Frage kom­men­den Kommunen heute (3. Dezember) in Neuss vorgestellt.

In dem Gutachten wur­den sie­ben in Frage kom­mende Standorte im Rhein-​Kreis Neuss anhand unter­schied­li­cher Faktoren – zum Beispiel nach Auswirkungen auf die Bereiche Mensch und Wohnen, Erholung und Freizeit oder Landschaft und Natur – ver­gli­chen und abschlie­ßend bewer­tet. Gegenstand der Untersuchung waren die poten­ti­el­len Standorte Osterath, Kaarst Nord, Neuss West, Neuss Süd, Dormagen-​Gohr, Rommerskirchen und die so genannte Dreiecksfläche in Kaarst.

Nach allen Abwägungen hat das Büro ERM die Standorte Dreiecksfläche Kaarst zwi­schen der Autobahn 57 und der Bahnlinie Neuss-​Krefeld und Domagen-​Gohr als „glei­cher­ma­ßen best­ge­eig­net“ aus­ge­macht. Osterath hin­ge­gen weise einen „deut­li­chen Eignungsnachteil“ auf, ins­be­son­dere weil der Mindestabstand von 500 m zur nächs­ten geschlos­se­nen Wohnbebauung dort nicht ein­zu­hal­ten sei. Deshalb attes­tie­ren die ERM-​Gutachter Osterath ebenso wie dem Standort Kaarst Nord die „geringste Gesamteignung“.

Amprion gab wäh­rend der Vorstellung der gut­ach­ter­li­chen Ergebnisse bekannt, dass ande­ren Standortbereiche als die Dreiecksfläche Karst und Gohr nicht wei­ter betrach­tet würden.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage nahm das Ergebnis mit gro­ßer Erleichterung und Freude auf. „Ich freue mich für die Menschen in Osterath, und bedanke mich bei allen, die sich im Kampf gegen den Konverter in Osterath mit aller Kraft ein­ge­setzt haben. Es hat sich als rich­tig erwie­sen, dass wir auf einer alter­na­ti­ven und umfas­sen­den Standortsuche nach objek­ti­ven und nach­voll­zieh­ba­ren Kriterien bestan­den haben.”

Der Gutachter bestä­tige mit sei­nem Untersuchungsergebnis die Forderung, die Meerbusch von Beginn in die Waagschale gewor­fen habe: Der Abstand eines mög­li­chen Konverters zur nächs­ten Wohnbebauung müsse das maß­geb­li­che Kriterium bei der Standortsuche sein. „Damit war Osterath unwei­ger­lich als Standort nicht mehr trag­bar”, so Mielke-Westerlage. 

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