Jüchen: Kommunen am Tagebaurand wol­len Planungsverband gründen

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die Städte Erkelenz, Mönchengladbach sowie die Gemeinden Jüchen und Titz beab­sich­ti­gen die Gründung eines infor­mel­len Planungsverbandes.

Hier sol­len, im Rahmen der zukünf­ti­gen Planung und Gestaltung der von den Tagebaufolgen betrof­fe­nen Region, nach­hal­tige Konzepte ohne kom­mu­nale Grenzen ent­wi­ckeln wer­den. Als über­ge­ord­nete Ziele sol­len die Aufstellung eines Masterplans für die Region erar­bei­tet sowie lang­fris­tig die Gründung eines inter­kom­mu­na­len Zweckverbandes ange­strebt werden.

Getroffen haben sich nun bei einer Auftaktveranstaltung in den Räumen der Kreissparkasse in Erkelenz rund 50 Mitglieder der Räte aller vier Kommunen, um über das Vorhaben infor­miert zu wer­den, zu dis­ku­tie­ren und den für Ende 2014 vor­ge­se­he­nen poli­ti­schen Beschluss vor­zu­be­rei­ten. Eingeladen waren neben den poli­ti­schen Vertretern der betei­lig­ten Kommunen, u.a. der durch die Veranstaltung füh­rende Herr Dr. Molitor von der Region Köln-​Bonn sowie Vertreter der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR), der Aachener Stiftung Kathy-​Beys und der RWE Power AG.

Für Bürgermeister Zillikens stellt diese Auftaktveranstaltung ein Meilenstein in der wei­te­ren Gestaltung der Tagebaufolgelandschaft dar: „Für die Kommunen ist es als zen­trale Zukunftsaufgabe von gro­ßer Bedeutung, die Wirtschaftskraft für die Zeit nach der Braunkohle zu sichern und die Weiterentwicklung der Kommunen aktiv zu gestal­ten. Die außer­ge­wöhn­li­chen Dimensionen der Tagebaulandschaft rei­chen weit über die Möglichkeiten einer ein­zel­nen Kommune hin­aus. Aus mei­ner Sicht ist eine inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen unum­gäng­lich. Mit der Initiierung des infor­mel­len Planungsverbandes wer­den nun die ers­ten Schritte eingeleitet.“

Die Vertreter der Städte Erkelenz, Mönchengladbach sowie der Gemeinden Jüchen und Titz haben sich am 14.01.2013 erst­mals zu einem Austausch bezüg­lich der Tagebaurandproblematik getrof­fen. Am 15.01.2014 erklär­ten die (Ober-) Bürgermeister der vier Kommunen gegen­über der Öffentlichkeit, dass sie eine inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit anstre­ben, um eine zukunfts­fä­hige Entwicklung der Region trotz der Beeinträchtigungen durch den Tagebau zu erreichen.

Auf der Auftaktveranstaltung zur Gründung des infor­mel­len Planungsverbandes am 19.11.2014 beton­ten die (Ober-) Bürgermeister der vier Kommunen die Wichtigkeit des gemein­sa­men Auftretens in der Öffentlichkeit sowie die Notwendigkeit, die Probleme und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Tagebaurandlage gemein­sam anzu­ge­hen. Die inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit wird hier­bei als geeig­ne­tes Werkzeug ange­se­hen, um lang­fris­tig den sich hier­aus erge­ben­den Aufgaben zu stel­len und gemein­sam für die Region eine lebens­werte Zukunftsperspektive ohne kom­mu­nale Grenzen ent­wi­ckeln zu können.

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