Neuss: Schiffstaufe des neuen Aufsichts- und Arbeitsschiffes „Quirinus“

Neuss – Mit Sekt, Wasserfontäne und Trompetenklän­gen wurde jetzt das neue Aufsichts- und Arbeitsschiff Quirinus des Wasser- und Schifffahrtsamt Köln im Neusser Hafen getauft.

2014-11-28_Ne_Schiffstaufe-Quirinus
Foto: Stadt

Stellvertretender Bürgermeister Reiner Breuer betonte in sei­nem Grußwort die Bedeutung des Rheins und der Neuss-Düs­seldorfer Häfen für Neuss. Die meist befahrene Binnenschiff­fahrtsstraße in Europa ist die Lebensader des Wirtschafts- und Logistikstandortes der Stadt.

„Neuss ist eine Hafen- und Han­sestadt. Schon die Römer erkannten die strategisch gute Lage der Stadt. Angesichts der immer weiter steigenden Belastungen unserer Autobahnen, werde ich alles daran setzten, dass mehr Güterverkehr auf Schiffe und damit auf die Wasserstraße Rhein verlegt wird“, so Breuer. Monsignore Wilfried Korfmacher taufte das Schiff auf den Namen „Quirinus“. Damit übernimmt der Schutzpatron der Stadt jetzt auch beschützende Funktion auf dem Wasser. Das 1,1 Millionen Euro teure Boot ersetzt die "Anger", die nach 46 Dienstjahren in der Neusser Außenstelle ausgemustert wird.

Die Quirinus, das neue Arbeitsschiff der Wasser- und Schiff­fahrtsverwaltung des Bundes, ist in der Einfahrt zum Neusser Hafen stationiert. Von dort aus kontrolliert das über 20 Meter lange Boot auf einem 30 Kilometer langen Streckenabschnitt des Rheins von Zons bis zur Krefelder Stadtgrenze Schleusen und Brücken, Uferböschungen, Schifffahrtszeichen und schwimmenden Anlagen. Es peilt das Gewässerbett und dient als Einsatzzentrale bei größeren Havarien.

Ausgerüstet mit mo­dernster Technik von Radar bis AIS, angetrieben von zwei 660 PS starken MAN, die auf zwei 5-flügelige Festpropeller wirken erreicht die Quirinus eine Geschwindigkeit von 20 Km/h er­reicht. Zur Ausstattung gehören ein Bugstrahlruder, ein Schleppgeschirr, eine Schubschulter für Prahme, ein Echolot und eine Inlands ECDIS.

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