Neuss: Pfarreiengemeinschaft Neuss-​Mitte star­tet Hilfsaktion für Flüchtlinge

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Ab sofort sam­melt die Pfarreiengemeinschaft Kleidung und Schuhe, Kinderspielzeug sowie Süßigkeiten. Besonders wer­den der­zeit vor allem Baby- und Kinderkleidung, Unterwäsche, Herrenbekleidung, aber auch Handschuhe, Mützen und Strümpfe benötigt.

Koffer und Reisetaschen wer­den eben­falls gebraucht. In den Kirchen St. Quirin, St. Marien, Hl. Dreikönige und St. Pius ste­hen Sammelbehälter, und zwar gut sicht­bar im Eingangsbereich. Die Kirchen sind täg­lich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch St. Kamillus betei­ligt sich, steht aber nur zu den Gottesdienstzeiten offen. Alle Neusser sind ein­ge­la­den, diese Abgabestellen zu nut­zen. Helfer über­neh­men den Transport zur Erstaufnahmestelle im ehe­ma­li­gen St. Alexius-​Krankenhaus, wo die Spenden dann an Hilfebedürftige ver­teilt wer­den. Was nicht durch Spenden zusam­men­kommt, will die Pfarreiengemeinschaft zukaufen.

Diese Sammelaktion soll der beson­de­ren Situation in Neuss Rechnung tra­gen, wo es ange­sichts der Erstaufnahmestelle nicht an Wohnraum man­gelt. Stattdessen sei es wich­tig, dass Menschen, die ohne ihr Hab und Gut nach Deutschland kom­men, eine gewisse Grundausstattung an all­täg­li­chen Dingen erhal­ten, erklä­ren die Organisatoren Dieter Krüll und Thomas Kaumanns vom Pfarrgemeinderat Neuss-Mitte.

Für die Zukunft wird auch der Einsatz eines Spielmobils geplant, um den Kindern in der Erstaufnahmestelle den lang­wei­li­gen Alltag zu ver­schö­nern. Derzeit wird noch ein Team zusam­men­ge­stellt, das im neuen Jahr regel­mä­ßige Spielstunden anbie­ten soll.

Mit Sorge stel­len die Mitglieder des Pfarrgemeinderates aber auch fest, dass ver­ach­tende Äußerungen und gehäs­sige Parolen gegen­über den Flüchtlingen zuneh­men. Deswegen machen sie sich für eine Willkommenskultur stark. Für das nächste Jahr plant der Pfarrgemeinderat Veranstaltungen, um über die Situation in den Herkunftsländern zu infor­mie­ren. Die Idee dahin­ter: Wer das große Leid dort erah­nen kann, ändert hof­fent­lich seine Meinung.

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