Rhein-​Kreis Neuss: Landrat begrüßt im Grundsatz Landesbeteiligung bei der Schulsozialarbeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Als Schritt in die rich­tige Richtung bezeich­nen Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz die Zusage des Landes Nordrhein-​Westfalen, sich an der Finanzierung der Schulsozialarbeiter betei­li­gen zu wollen. 

Jährlich 48 Millionen Euro will das Land für die kom­men­den drei Jahre bis 2017 dafür bereit­stel­len. Im Rhein-​Kreis Neuss will das Land 60 Prozent der anfal­len­den Kosten für die Schulsozialarbeiter über­neh­men, im Ruhrgebiet hin­ge­gen bis zu 80 Prozent – je nach kom­mu­na­ler Haushaltslage. Im Landesdurchschnitt sind es rund 70 Prozent.

Nach Berechnung des Landes ver­bliebe ein Eigenanteil von jähr­lich 566 000 Euro, den der Rhein-​Kreis Neuss zusätz­lich tra­gen müsste. „Angesichts der Finanzlage und der dra­ma­tisch stei­gen­den Soziallasten im Kreishaushaushalt kein Pappenstiel. Ob die kreis­an­ge­hö­ri­gen Städte und Gemeinden dies mit­tra­gen wer­den, ist frag­lich. Wir wer­den uns des­halb auch mit den Bürgermeistern unse­rer Städte und Gemeinden unter­hal­ten müs­sen. Für die jähr­li­chen Mehrbelastungen feh­len die Beschlüsse”, betont des­halb Petrauschke zurück­hal­tend. Gleichzeitig kri­ti­siert er die unglei­che Verteilung der Landesmittel.

Dass die Schulsozialarbeiter einen guten Beitrag für Schüler aus bedürf­ti­gen Familien leis­ten und auch den Schulen in Problemfällen Unterstützung geben, ist unbe­strit­ten. „Unter ande­rem ist es den Schulsozialarbeitern zu ver­dan­ken, dass gut 90 Prozent der Anspruchsberechtigten im Rhein-​Kreis Neuss die Leistung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket ‑BuT – nut­zen”, ergänzt Steinmetz.

Gleichzeitig kri­ti­siert er aber, dass keine dau­er­hafte Lösung zur Schulsozialarbeit gefun­den wer­den konnte. Es dürfe nicht zu zusätz­li­chen Dauerbelastungen der kom­mu­na­len Ebene kom­men. Hier seien Bund und Land in der Pflicht, sind sich Petrauschke und Steinmetz einig.

33 Schulsozialarbeiter wur­den zu Beginn des Jahres 2012 über das Technologiezentrum Glehn als Tochterunternehmen des Kreises ein­ge­stellt. Sie sind kreis­weit im Einsatz und infor­mie­ren über Leistungen des BuT. Daneben bie­ten sie in den Schulen Workshops und Arbeitsgemeinschaften an und bera­ten Familien.

Mit den Städten und Gemeinden will der Kreis nun für 2015 ein Konzept erar­bei­ten, wie der Erfolg der Schulsozialarbeit über­prüft und ziel­ge­rich­tet fort­ge­führt wer­den könnte. 

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