Kultur-​Salon: Toleranz: ein Anachronismus Oder: Wer dul­det, beleidigt

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Kultursalon, Mittwoch, 26.11.2014, 20 Uhr, Vortrag Dr. Gerd Achenbach. Mancher wird mei­nen, der Titel könnte wohl nicht ganz ernst gemeint sein.

So? Hören wir Goethe dazu: „Toleranz sollte eigent­lich nur eine vor­über­ge­hende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung füh­ren. Dulden heißt belei­di­gen.“ Gibt das zu den­ken? Dabei hätte Goethe sich auf Kant beru­fen kön­nen, der in sei­ner berühm­ten Aufklärungsschrift selbst „den Namen der Toleranz“ ablehnt – als Ausdruck des Hochmuts.

Und den einen oder ande­ren wird es ver­blüf­fen zu erfah­ren, die Herkunft des Wortes aus dem Lateinischen ver­weise auf eine Tapferkeitstugend, indem es das „gedul­dige Ertragen von (phy­si­schen) Übeln wie etwa Schmerzen, Folter, Schicksalsschlägen oder mili­tä­ri­schen Niederlagen“ meinte.

Wir wer­den sehen: Über Toleranz nach­zu­den­ken wird zum span­nen­den Unterfangen, sofern man’s rich­tig angeht….

Dr. Gerd Achenbach ist Lehrpraktiker der „Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis“ und von der Gründung 1982 an deren Vorstandsvorsitzender gewe­sen, bis er diese Position im Herbst 2003 auf­gab. Lehrtätigkeit an ver­schie­de­nen Hochschulen, u.a. in Klagenfurt, Wien und Berlin.

Kultur-​Bahnhof Korschenbroich
Am Bahnhof 2
41352 Korschenbroich

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