Städtebauförderprogramm des Landes NRW 2014

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf/​Rhein-​Kreis Neuss – Stadtentwicklungsminister Michael Groschek hat das Städtebauförderprogramm 2014 vor­ge­stellt. Die Möglichkeiten einer akti­ven Stadtentwicklungspolitik sind dabei sel­ten so gut wie heute: 

Der Bund hat den lang­jäh­ri­gen Forderungen von Kommunen und Land Rechnung getra­gen und seine Mittel für die Städtebauförderung in NRW von 75 Millionen Euro auf 115 Millionen Euro ange­ho­ben. Dafür hat Nordrhein-​Westfalen lange gekämpft und nun schnell reagiert: Die not­wen­dige Aufstockung der ergän­zen­den Finanzierung des Landes auf 162 Millionen Euro wurde bereits mit dem Nachtragshaushalt 2014 ein­ge­bracht. Nun sind die Kommunen am Zug.

Wohnen in guter Nachbarschaft, sozia­ler Zusammenhalt, kul­tu­relle Vielfalt und Lebensqualität in unse­ren Städten und Gemeinden sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind stän­dige Aufgaben und müs­sen per­ma­nent neu erar­bei­tet und ent­wi­ckelt wer­den. Diese Entwicklung braucht finan­zi­elle Anreize, erklärte Groschek: „Wo Investitionsstaus ent­ste­hen, wo die bau­li­che Substanz unse­rer Städte ver­kommt, ist auch die soziale Vernachlässigung nur schwer auf­zu­hal­ten. Genau hier greift die Städtebauförderung: Rechtzeitig agie­ren, statt teuer zu repa­rie­ren. Dafür sind bis 2018 in mehr als 200 Gebieten des Landes kom­mu­nale Investitionen in Höhe von gut 377 Millionen Euro geplant.“

Heimat vor der Haustür zu schaf­fen und zu erhal­ten, die Entwicklung neuer Mobilität, die Erneuerung der städ­ti­schen Infrastrukturen und der öko­lo­gi­sche Umbau von Gebäuden und Quartieren – das sind die vier gro­ßen Herausforderungen vor denen unsere Stadtgesellschaften heute ste­hen. Bund, Land und Kommunen sind gemein­sam gefor­dert, diese Zukunftsaufgaben zu stem­men. „Das Land Nordrhein-​Westfalen steht zu die­ser Verantwortung und unter­stützt die Kommunen in ihrem Gestaltungswillen. Mit der Belebung der Städtebauförderung haben wir dafür jetzt wie­der ein wir­kungs­vol­les Instrument an der Hand, um in unse­ren Städten und Gemeinden ‚Heimat vor der Haustür‘ zu för­dern“, so Groschek.

Im Unterschied zu Einzelinvestitionen beruht die Städtebauförderung auf einem inte­grier­ten Ansatz. Sie nimmt den gan­zen Stadtteil, das Quartier, die Nachbarschaft mit allen Aspekten in den Blick und akti­viert die Menschen dort, sich an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes selbst zu betei­li­gen. Das betrifft die Bürgerinnen und Bürger, pri­vate Immobilieneigentümer, aber auch Wohnungsunternehmen, Wohlfahrtsverbände, Handel, Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen.

Für den Rhein-​Kreis Neuss:

Dormagen – Soziale Stadt, Dormagen – Horrem 378.000 € (Neu)
Integrierte Quartierserneuerung: Planung und Bürgerbeteiligung, Aufwertung des Marktplatzes, Verfügungsfonds für Bewohnerprojekte im Stadtteil

Grevenbroich – Stadtumbau West, Grevenbroich – Innenstadt 358.000 € (Neu)
Aufwertung des öffent­li­chen Raums; städ­te­bau­li­che Planungen; Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit; Verfügungsfonds

Neuss- Aktive Zentren, Sanierung Östlicher Innenstadtrand 219.000 € (Fortführung)
Gestaltung der Stadtmauer (Zeughaus); Wettbewerb „Ab in die Mitte 2014, Projekt: Dornröschen wacht auf”

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