Neuss: Schusswaffengebrauch durch Polizei im Krankenhaus

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Gegen 19.30 Uhr for­der­ten am Mittwoch (29.10.) Mitarbeiter des Lukaskrankenhauses die Polizei an. 

Ein 33 Jahre alter Patient, der wegen einer anste­cken­den Krankheit seit eini­gen Tagen dort zur Behandlung war, hatte eine Ärztin und Pflegepersonal ange­grif­fen und bedroht. Nach Auskunft der Krankenhausmitarbeiter zeigte der Patient seit sei­ner Einlieferung ein äußerst aggres­si­ves Verhalten und psy­chi­sche Auffälligkeiten.

Beim Eintreffen der ers­ten Streifenwagenbesatzung bestä­tig­ten sich die Angaben zur Person des Patienten. Er ent­klei­dete sich voll­kom­men, sprach sehr laut in fran­zö­si­scher Sprache und deu­tete mehr­mals an, aus dem Fenster des im vier­ten Obergeschoss gele­ge­nen Zimmers sprin­gen zu wol­len. Alle Versuche, den Mann zu beru­hi­gen schlu­gen fehl. Er hatte Glasflaschen zer­schla­gen und drohte den Beamten damit bei jeder Annäherung. Zwischenzeitlich waren wei­tere Polizeibeamte zur Unterstützung zum Krankenhaus ent­sandt worden.

Nachdem alle Patienten und das Pflegepersonal aus dem Einwirkungsbereich des Randalierers ent­fernt wor­den waren, ver­such­ten die Polizisten ihn zu über­wäl­ti­gen. Wegen der per­ma­nen­ten Bedrohung mit den gefähr­li­chen Glassplittern gelang dies nicht. Auch ein­ge­setz­tes Reizgas zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Schließlich stürmte der Patient bedroh­lich auf die Ordnungshüter zu. Die Beamten gaben zwei Warnschüsse ab und danach einen geziel­ten Schuss in ein Bein. Davon getrof­fen, ging der Mann zu Boden, konnte gefes­selt und an das medi­zi­ni­sche Personal zur wei­te­ren Behandlung über­ge­ben wer­den. Lebensgefahr bestand zu kei­nem Zeitpunkt.

Bei der Person han­delt es sich um einen Asylbewerber aus Marokko, der vor der Krankenhausbehandlung seit dem 25. Oktober in einem Asylbewerberheim in Neuss unter­ge­bracht war.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurde kurz nach Einsatzende über den Sachverhalt infor­miert und führt die Ermittlungen. Die wei­tere Bearbeitung erfolgt, wie in sol­chen Fällen üblich, durch Kräfte der Kriminalhauptstelle des Polizeipräsidiums Düsseldorf.

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