Jüchen: Pflastersanierung auf der Adam-​Ries-​Straße

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Jüchen – Anfang des Jahres wurde die Gemeinde Jüchen durch das Landeskriminalamt Düsseldorf über den Einbau von kontaminiertem Bettungsmaterial unter der Betonpflasterdecke in der Adam-Ries-Straße unterrichtet.

Das Bettungsmaterial ist eine 3 bis 4 cm starke Unterlage unter den Betonpflastersteinen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Erschließungsträger für den Straßenzug und dem Rhein-Kreis Neuss als Untere Umweltbehörde sind in den vergangenen Monaten unter Einbeziehung von Gutachtern Konzepte für eine Sanierung des Betonpflasters erstellt worden. Grundlage waren Untersuchungen zur Schadstoffbelastung, die von der Gemeinde Jüchen in Auftrag gegeben wurden, um das Bettungsmaterial systematisch beproben und analysieren zu lassen. Dabei wurden im Bettungsmaterial Bestandteile von Hausmüllverbrennungsasche/-schlacke und Metallhüttenschlackengranulat nachgewiesen.

Im Pressegespräch am 14. März wurde bereits ausführlich über die bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Erkenntnisse berichtet. Darüber hinaus hat die Gemeinde frühzeitig den Kontakt zu den betroffenen Anwohnern aufgenommen und am 21. März zu einer Bürgerversammlung eingeladen.

Die für eine Sanierung der Adam-Ries-Straße erforderlichen Vertragsverhandlungen und Abstimmungen der beteiligten Stellen konnten nach intensivem Bemühen nunmehr abgeschlossen werden.

„Wir sind somit in der Lage, ohne einen langjährigen und für alle Seiten teuren Rechtsstreit, dessen Ausgang zudem vollkommen offen ist, eine zügige Sanierung der Straße durchzuführen“, so Bürgermeister Harald Zillikens. „Es ist sicher auch im Interesse der Anwohner, dass belastete Material zügig zu entfernen“.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, den 27. Oktober und werden von der Tiefbaufirma Anton Küpper aus Erkelenz durchgeführt. Abgeschlossen wird die Maßnahme voraussichtlich bis zum 19. Dezember.

Die Arbeiten werden abschnittsweise in Teilflächen von ca. 200 m² als sogenannte Wanderbaustelle ausgeführt, beginnend im nördlichen Bereich der Einmündung der Adam-Ries-Straße auf die Konrad-Duden-Allee. Dazu wird das vorhandene Betonsteinpflaster ausgebaut und abgefahren. Das darunter anstehende Bettungsmaterial wird mit einem Saugwagen aufgenommen und in abgedeckte Container verladen, die unmittelbar auf eine Deponie verbracht werden. Danach wird auf dem neu eingebauten Bettungsmaterial aus Naturmaterial ein neues Betonsteinpflaster verlegt.

 

Für den Bauablauf ist in enger Abstimmung mit dem Umweltamt des Rhein-Kreises Neuss ein Arbeits- und Sicherheitsplan erstellt worden, der sowohl die Belange der eingesetzten Bauarbeiter als auch der Anwohner und Besucher berücksichtigt und einen gefahrlosen Aufenthalt vor Ort ermöglicht. Aus den zu liefernden Materialien werden an der Baustelle unter ständiger Begleitung eines Mitarbeiters aus dem Tiefbauamt der Gemeindeverwaltung regelmäßig Proben gezogen, die vor dem Einbau des Materials analysiert werden.

 

Der unmittelbare Baustellenbereich muss jeweils für ca. 2 Tage für den Fahrzeugverkehr vollgesperrt werden, so dass die betroffenen Grundstücke nicht angefahren werden können. Der Zugang ist jedoch jederzeit gewährleistet. Ein Befahren der Adam-Ries-Straße von beiden Einfahrtsbereichen bis zum Baustellenbereich wird gegebenenfalls mit Einschränkungen möglich sein. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte werden entsprechend informiert.

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