Jüchen: Pflastersanierung auf der Adam-Ries-Straße

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Anfang des Jahres wurde die Gemeinde Jüchen durch das Landeskriminalamt Düsseldorf über den Einbau von kon­ta­mi­nier­tem Bettungsmaterial unter der Betonpflasterdecke in der Adam-​Ries-​Straße unterrichtet. 

Das Bettungsmaterial ist eine 3 bis 4 cm starke Unterlage unter den Betonpflastersteinen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Erschließungsträger für den Straßenzug und dem Rhein-​Kreis Neuss als Untere Umweltbehörde sind in den ver­gan­ge­nen Monaten unter Einbeziehung von Gutachtern Konzepte für eine Sanierung des Betonpflasters erstellt wor­den. Grundlage waren Untersuchungen zur Schadstoffbelastung, die von der Gemeinde Jüchen in Auftrag gege­ben wur­den, um das Bettungsmaterial sys­te­ma­tisch bepro­ben und ana­ly­sie­ren zu las­sen. Dabei wur­den im Bettungsmaterial Bestandteile von Hausmüllverbrennungsasche/​-​schlacke und Metallhüttenschlackengranulat nachgewiesen.

Im Pressegespräch am 14. März wurde bereits aus­führ­lich über die bis zu die­sem Zeitpunkt vor­lie­gen­den Erkenntnisse berich­tet. Darüber hin­aus hat die Gemeinde früh­zei­tig den Kontakt zu den betrof­fe­nen Anwohnern auf­ge­nom­men und am 21. März zu einer Bürgerversammlung eingeladen.

Die für eine Sanierung der Adam-​Ries-​Straße erfor­der­li­chen Vertragsverhandlungen und Abstimmungen der betei­lig­ten Stellen konn­ten nach inten­si­vem Bemühen nun­mehr abge­schlos­sen werden.

Wir sind somit in der Lage, ohne einen lang­jäh­ri­gen und für alle Seiten teu­ren Rechtsstreit, des­sen Ausgang zudem voll­kom­men offen ist, eine zügige Sanierung der Straße durch­zu­füh­ren“, so Bürgermeister Harald Zillikens. „Es ist sicher auch im Interesse der Anwohner, dass belas­tete Material zügig zu entfernen“.

Die Bauarbeiten begin­nen am Montag, den 27. Oktober und wer­den von der Tiefbaufirma Anton Küpper aus Erkelenz durch­ge­führt. Abgeschlossen wird die Maßnahme vor­aus­sicht­lich bis zum 19. Dezember.

Die Arbeiten wer­den abschnitts­weise in Teilflächen von ca. 200 m² als soge­nannte Wanderbaustelle aus­ge­führt, begin­nend im nörd­li­chen Bereich der Einmündung der Adam-​Ries-​Straße auf die Konrad-​Duden-​Allee. Dazu wird das vor­han­dene Betonsteinpflaster aus­ge­baut und abge­fah­ren. Das dar­un­ter anste­hende Bettungsmaterial wird mit einem Saugwagen auf­ge­nom­men und in abge­deckte Container ver­la­den, die unmit­tel­bar auf eine Deponie ver­bracht wer­den. Danach wird auf dem neu ein­ge­bau­ten Bettungsmaterial aus Naturmaterial ein neues Betonsteinpflaster verlegt.

Für den Bauablauf ist in enger Abstimmung mit dem Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss ein Arbeits- und Sicherheitsplan erstellt wor­den, der sowohl die Belange der ein­ge­setz­ten Bauarbeiter als auch der Anwohner und Besucher berück­sich­tigt und einen gefahr­lo­sen Aufenthalt vor Ort ermög­licht. Aus den zu lie­fern­den Materialien wer­den an der Baustelle unter stän­di­ger Begleitung eines Mitarbeiters aus dem Tiefbauamt der Gemeindeverwaltung regel­mä­ßig Proben gezo­gen, die vor dem Einbau des Materials ana­ly­siert werden.

Der unmit­tel­bare Baustellenbereich muss jeweils für ca. 2 Tage für den Fahrzeugverkehr voll­ge­sperrt wer­den, so dass die betrof­fe­nen Grundstücke nicht ange­fah­ren wer­den kön­nen. Der Zugang ist jedoch jeder­zeit gewähr­leis­tet. Ein Befahren der Adam-​Ries-​Straße von bei­den Einfahrtsbereichen bis zum Baustellenbereich wird gege­be­nen­falls mit Einschränkungen mög­lich sein. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte wer­den ent­spre­chend informiert.

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