Köln/​Dormagen: Kabeldiebe vom Zug erfasst – Streckensperrung zwi­schen Köln Worringen und Dormagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Köln/​Dormnagen (ots) – Mittwochabend erfasste auf der Bahnstrecke Köln-​Düsseldorf, in der Ortschaft Köln Worringen, ein Regionalexpress zwei ver­mut­li­che Kabeldiebe. Der Lokführer lei­tete eine Schnellbremsung ein.

Vor Ort wur­den zwei Männer im Alter von 25 und 48 Jahren ver­letzt auf­ge­fun­den und ein nahe­ge­le­ge­nes Krankenhaus ver­bracht. Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf.

Die RE 7 war mit einer Geschwindigkeit von ca. 140 km/​h in Richtung Dormagen unter­wegs, als der Lokführer die Notbremsung wegen eines ver­spür­ten „Schlags” ein­lei­ten musste. Durch die Dunkelheit konnte er zunächst nichts sehen; er alar­mierte die Rettungskräfte, Bundes- sowie Landespolizei. In Köln Worringen tra­fen die Einsatzkräfte auf zwei Männer: Beide woll­ten ver­mut­lich zuvor an der Bahnstrecke einen Kabeldiebstahl durch­füh­ren und waren offen­sicht­lich zu nah am Gleisbereich tätig. Dabei erfasste sie der vor­bei­fah­rende Zug. Die Tatverdächtigen wur­den ver­letzt und alko­ho­li­siert in nahe gele­gene Krankenhäuser ein­ge­lie­fert. Bei der Tatbegehung schie­nen sie einen guten „Schutzengel” gehabt zu haben, denn eine lebens­ge­fähr­li­che Verletzung trotz töd­li­cher Gefahr blieb aus.

Bei einer Tatortbegehung fan­den Bundespolizisten auf einer Strecke von 20 Metern auf­ge­deckte Kabelschächte, Tatwerkzeuge sowie einen Einkaufswagen, der ver­mut­lich zum Abtransport des Diebesgutes die­nen sollte. Die Beweismittel wur­den sichergestellt.

Der 48-​jährige Rumäne erlitt eine Armverletzung und wird in den kom­men­den Tagen ope­riert. Weiterhin stellte sich her­aus, dass er per Haftbefehl durch die Staatsanwaltschaft Köln gesucht wurde. Er wurde wegen Diebstahl zu 250,- Euro oder ersatz­weise 25 Tage Haft ver­ur­teilt. Nach sei­nem Krankenhausaufenthalt wird der „Kabeldieb” unmit­tel­bar in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) ver­bracht. Die Überprüfung der Blutwerte ergab, dass der Täter mit 2,83 Promille „unter­wegs” war.

Der 25-​jährige Tatverdächtige aus Rumänien wurde noch in der Nacht zum Donnerstag not­fall­mä­ßig ope­riert. Er schwebt nicht in Lebensgefahr. Seine Alkoholwert im Blut ergab einen Wert von 1,6 Promille. Auch die­ser Mann ist schon mehr­fach wegen Eigentumsdelikten in Erscheinung getre­ten und hatte erst im Juli die­sen Jahres die JVA in Hamm verlassen.

Die Ermittlungen der Bundespolizei wegen beson­ders schwe­ren Falls des Diebstahls dau­ern an. Durch den Vorfall kam es zu einer Streckensperrung zwi­schen Köln Worringen und Dormagen. Dadurch ent­stand eine Gesamtverspätung von ins­ge­samt 1587 Minuten.

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