Dormagen: Zuwachs im Fuhrpark der Feuerwehr

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Der ein oder andere auf­merk­same Beobachter hat sie auf Dormagens Straßen bereits ent­de­cken kön­nen – gemein­sam mit einem neuen Wechselladerfahrzeug wurde nun auch ein neuer Rettungswagen bei der Feuerwehr offi­zi­ell in Dienst gestellt.

Schlüsselübergabe an Bürgermeister Erik Lierenfeld. Foto Stadt
Schlüsselübergabe an Bürgermeister Erik Lierenfeld. Foto Stadt

Das Rettungsfahrzeug wurde von Mai bis August umfang­reich mit einer soge­nann­ten „Umkofferung“ auf den neus­ten tech­ni­schen Stand gebracht. Dabei wurde der vor­han­dene Kofferaufbau des aus­ge­mus­ter­ten Fahrgestells abge­trennt, voll­stän­dig über­holt und wie­der auf ein neues Trägerfahrzeug gestellt.

Gegenüber einem Neufahrzeug las­sen sich so etwa ein Drittel der Kosten ein­spa­ren. Der Koffer wurde für die Dormagener Wehr auf einen Sprinter 519 CDI mit 190 PS und Vollautomatikgetriebe aufgesetzt.

Beim Umbau des Koffers wurde Wert dar­auf gelegt, dass er zu den vor­han­de­nen Rettungswagen der Dormagener Feuerwehr passt und eine mög­lichst ein­heit­li­che Ausbaustruktur mit allen medizinisch-​technischen Anpassungen aufweist.

Das Fahrzeug ersetzt einen im Frühjahr nach sie­ben Jahren und einer Laufleistung von rund 300.000 km aus­ge­mus­ter­ten RTW. Sein Standort wird auf der Hauptfeuerwache an der Kieler Straße sein. Bereits im Juni hatte die Feuerwehr einen neuen RTW in Dienst gestellt.

Ebenfalls neu in Betrieb gestellt, wurde ein neues Wechselladerfahrzeug (WLF). Es ist nach einer Bauzeit von mehr als 40 Wochen nun eben­falls an die Feuerwehr Dormagen über­ge­ben wor­den. Ein wenig Stolz ist schon dabei, denn deutsch­land­weit stellt die Dormagener Wehr erst­ma­lig einen Daimler Benz Actros als Feuerwehrfahrzeug in Dienst. Mit einer zuläs­si­gen Gesamtmasse von 26 t und einer Motorleistung von 436 PS kön­nen Container bis 14 Tonnen Gewicht trans­por­tiert werden.

Das Fahrzeug wurde zur Sicherheit der Fahrer mit einem Automatikgetriebe aus­ge­stat­tet. Die Abgastechnologie ent­spricht bereits dem Euro VI-​Standard. Sämtliche Beleuchtung wurde in LED-​Technik rea­li­siert. Eine Luftfederung ermög­licht die Absenkung des Fahrgestells bei Aufnahme von Abrollbehältern; die dritte Achse ist lift- und lenk­bar und bewirkt somit einen beson­ders gerin­gen Wendekreis.

Wechselladerfahrzeuge haben ihren Ursprung im Baustellen- und Containerverkehr. Auch Feuerwehren nut­zen zwi­schen­zeit­lich immer häu­fi­ger sol­che Fahrzeuge. Verschiedene Abrollbehälter (AB) kön­nen damit wech­sel­weise „auf­ge­la­den” und zu einer Einsatzstelle gebracht wer­den. So kön­nen ver­schie­dene Einsatzzwecke mit nur einem Trägerfahrzeug bedient werden.

Die Feuerwehr Dormagen ver­folgt mit dem neuen Fahrzeug nun bereits in zwei­ter Generation die­ses Konzept. Es ersetzt ein rund 18 Jahre altes Fahrzeug, das hin­sicht­lich Nutzlast und tech­ni­scher Ausstattung nicht mehr dem heu­ti­gen Standard entsprach.

Nach Abschluss der der­zeit lau­fen­den Schulungen wird das Fahrzeug in den Alarmdienst über­nom­men. Standardmäßig wird dann der AB-​Schaummittel auf­ge­sat­telt sein.

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