Meerbusch: UWG Anfrage an Bürgermeisterin – Trinkwasser noch immer belastet

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Am 12. September 2014 wurde bei Reparaturarbeiten im Wasserwerk Lank das Meerbuscher Trinkwasser mit Keimen verunreinigt.

Um die Keime zu vernichten, haben die WBM in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss damit begonnen, das Wasser mit Chlorbleichlauge zu versehen.

Das abgegebene Trinkwasser wäre trotz eines möglicherweise feststellbaren Chlorgeruchs jederzeit gesundheitlich unbedenklich und könnte uneingeschränkt genutzt werden. Sobald die Keime vernichtet sind, soll die Schutzchlorierung eingestellt werden.
 
Hierzu richtete die UWG Meerbusch am 24.09.2014 eine Anfrage an Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU):
 
1. Warum wurde die Bevölkerung weder auf der Homepage der Stadt Meerbusch, noch auf der Internetseite der WBM Meerbusch über diesen Vorfall informiert?
2. War bei diesem Vorfall die Gesamtwasserversorgung in Meerbusch betroffen?
3. Mit welchen Keimen wurde das Trinkwasser verunreinigt?
4. Sind diese Keime mittlerweile vernichtet worden und konnte somit auch die Schutzchlorierung eingestellt werden?
5. Ist in Meerbusch jederzeit die Trinkwasserüberwachung und eine damit verbundene Trinkwasseranalyse gewährleistet?
6. Werden regelmäßig die gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungen der Wasserförder- und -aufbereitungsanlagen nach der Trinkwasserverordnung durch die Amtsärzte im Rhein-Kreis Neuss sowie durch die zuständigen Wasserbehörden durchgeführt?
 
Entgegen erster Aussagen hat es den Anschein, dass die Verunreinigung des Trinkwassers nicht in genannten Zeiträumen behoben werden konnte. Am heutigen Mittwoch, den 01.10.2014, richtete Christian Staudinger-Napp, UWG Meerbusch, eine erneute Anfrage an die Bürgermeisterin:
 
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Mielke-Westerlage,

nach Rückmeldungen besorgter Meerbuscher Bürger und Bürgerinnen am heutigen Tage ist die Verunreinigung der Trinkwasserversorgung im Meerbuscher Stadtgebiet anscheinend noch immer nicht zum Wohle der Verbraucher geregelt worden.

Die betroffene Bürgerschaft hat heute auf Nachfrage von der WBM erfahren, dass eine Schutzchlorierung mindestens noch bis zur nächsten Woche aufgrund der vorliegenden mikrobiologischen Verunreinigung fortgeführt werden muss.

Aus diesem Grunde heraus möchte ich Sie bitten zu überprüfen, inwieweit bei den Wirtschaftsbetrieben Meerbusch ein "Maßnahmenplan bei Störfällen" vorhanden ist?

Aufgrund der Nachfrage der UWG Ratsfraktion Meerbusch in der Ratssitzung vom 25. September 2014 sollte der Störfall vom 12. September 2014 spätestens am 29. September 2014 behoben sein. Dies ist anscheinend nicht der Fall. Wiederholt wird die Öffentlichkeit dabei nicht umfassend informiert.

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)