Meerbusch: Rattenplage – Stadtverwaltung ver­schärft Maßnahmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Eine noch eng­ma­schi­gere Belegung von Kanalschächten mit so genann­ten Fressködern und eine akri­bi­sche Kontrolle der Kanalisation sol­len den Nagern des Leben schwer machen.

Die Stadtverwaltung ver­schärft ihre Maßnahmen zur Rattenbekämpfung. Im Zuge des­sen öff­nen Mitarbeiter des von der Stadt beauf­trag­ten Fachunternehmens Allservice der­zeit rund 7.000 Kanalschächte im gesam­ten Stadtgebiet, in etwa jeden zwei­ten wer­den an Metallseilen aus­ge­suchte Köder auf die Rohrsohle gelegt. Alle Schächte wer­den foto­gra­fisch doku­men­tiert und per GPS gespei­chert. Die Rheingemeinden sind bereits ver­sorgt, jetzt ist der Stadtteil Lank-​Latum an der Reihe

2014-09-30_Mee_Ratten_KanalWenn das Stadtgebiet flä­chen­de­ckend belegt ist, wird kon­trol­liert, ob die Köderstellen ange­nom­men wer­den”, erklärt Matthias Unzeitig, Abteilungsleiter für Stadtentwässerung in der Stadtverwaltung.. Danach wer­den die rund 1.500 Schächte, an denen bereits Rattenbefall fest­ge­stellt wor­den ist, erneut mit Ködern bestückt.„So haben wir über die Populationen einen guten Überblick und wis­sen, wo wir ein­grei­fen müssen.“

Rund 35.000 Euro lässt sich die Stadt jedes Jahr die Rattenbekämpfung im Kanalnetz kos­ten. „Eine unab­ding­bare Ausgabe“, meint Unzeitig. „Nur durch kon­se­quente Bekämpfung kön­nen wir dem Befall Herr wer­den.“ Aber auch der Verbraucher könne hel­fen. Die drin­gende Empfehlung der Kanalfachleute: Keine Speisereste in die Toilette werfen!

Weitere 18.000 Euro aus dem Stadtsäckel sind jedes Jahr fäl­lig, um die Ratten ober­ir­disch, von öffent­li­chen Plätzen und Schulhöfen oder aus Grünanlagen zu ver­trei­ben. Und dort fal­len die unbe­lieb­ten Krankheitsüberträger dem Menschen beson­ders auf. „Bei uns gehen jedes Jahr durch­schnitt­lich 250 Bürgerhinweise auf Rattenbefall ein“, bestä­tigt Arnd Römmler vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung. In der Nähe von Bäckereien, Eisdielen und Schulhöfen fin­den die Tiere auch in Meerbusch ein rei­ches Nahrungsangebot. Achtlos weg­ge­wor­fene Brötchentüten, Schulbrote, Eishörnchen und andere ess­bare Dinge sor­gen für einen viel­fäl­ti­gen Speisezettel.

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