Neuss: Jröne Meerke – Erste Schritte in Richtung Verbesserung

Neuss – Im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen, in seiner Sitzung am Dienstag den 16.09.2014, wurde auch das Thema "Verbesserung von Wasser- und Aufenthalsqualität der Jröne Meerke" behandelt. Mit einem positiven Ergebnis.

Foto: August 2014
Foto: August 2014

Bedingt durch Bürgeraktivitäten und der unterstützenden Presseberichterstattung, auch über Klartext-NE.de, konnten sich die Mitglieder aller Fraktionen im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen einen gemeinsamen Antrag verabschieden. Erkannt wurde die Bedeutung des einzigen Naherholungsgebietes im Neusser Norden.

Seit Jahrzehnten eher vernachlässigt rückte der negative Zustand der Freizeitanlage Jröne Meerke (See und Umgebung) in den Fokus der Politik und mit diesem einstimmig verabschiedeten Antrag sollen die ersten Schritte in Richtung Wiederherstellung eines Freizeitwertes aufgenommen werden.

Inwieweit den Worten auch Taten folgen, wird die Redaktion von Klartext-NE.de sehr aufmerksam verfolgen. Leider wurde auch im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen die Pressearbeit in der Wahl der Berichterstattung behindert. Videoaufnahmen wurden nicht zugelassen.

Hier der Text des Antrages
(Leider ist die UWG namentlich nicht aufgeführt, obwohl selbige zusammen mit SPD, FDP und Piraten ebenfalls einen Antrag formuliert hatten.)

Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP, Die Linke und der AfD stellen hier­mit den folgenden Änderungsantrag als Ersatz zu den vorliegenden Anträgen der genannten Fraktionen.
Die Begründungen und geschilderten Bedenken werden aufrecht erhalten:

Antrag zur Verbesserung von Wasser- und Aufenthaltsqualität des Jröne Meerke

Zur Verbesserung der Wasserqualität des Jröne Meerke und der Aufenthaltsqualität am See werden folgende von der Verwaltung sofort durchzuführende Maßnahmen beschlossen:

  1. Es soll, wie von der Verwaltung in 2013 vorgeschlagen, eine Anlage installiert werden, mit der mittels Druckluft eine Sauerstoffanreicherung oberhalb der Schlammablagerungen erzielt wird. Das Wachstum der Algen soll beobachtet und gegebenenfalls die Algen weiterhin abgefischt werden.
  1. Um ein Miteinander von Gänsen und Menschen zu ermöglichen, wird ein Auftrag zur Erstellung eines Gänsemanagementsystems vergeben und sobald als möglich umgesetzt
  1. Zur Reduzierung der Schneegänsepopulation wird bis auf weiteres auch in den folgenden Frühjahren rechtzeitig Schnittgut auf der Insel zur Brutvermeidung ausgebracht und eventuelle Eigelege nach Genehmigung durch die Obere Jagdbehörde entnommen bzw. unfruchtbar gemacht
  1. Spätestens im Frühjahr 2015 beginnt wenigstens in Abschnitten und in Abstimmung mit dem Managementsystem die Herstellung einer dauerhaften Ufervegetation.
  1. Zur Finanzierung der Gesamtmaßnahmen werden Haushaltsmittel in Höhe von 100.000 Euro in 2015 eingestellt. Rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen legt die Verwaltung das Konzept zur Umsetzung der Maßnahmen gemäß Ziffer 1 - 4 mit Angabe der voraussichtlichen Kosten zur weiteren Beratung vor. Für schon im Jahr 2014 anfallende Kosten sollen außerplanmäßig Haushaltsmittel bereitgestellt werden
  1. Zur Durchsetzung von Fütterungsverbot und Anleinpflicht für Hunde sind mehrmals am Tag Kontrollen vom Ordnungsdienst der Stadt durchzuführen. Um dies zu ermöglichen ist der Personalbestand des Ordnungsdienstes um mindestens eine Person zu erhöhen
  1. Die durch Tierfütterung entstehenden Probleme für die Gewässer unserer Grünanlagen sollen in einem mehrsprachigen Flyer dargestellt werden, der nicht nur für das Jröne Meerke Verwendung finden kann. Es sollen auch das Fütterungsverbot und die möglichen Folgen der Nichtbeachtung dargestellt werden. Solch ein Flyer kann vom städ­tischen Ordnungsdienst, Vereinen vor Ort und Paten aus der Bürgerschaft zur Aufklärung eingesetzt werden. Der Text und die Gestaltung des Flyers ist mit zu benennenden Mitgliedern des Ausschusses abzustimmen.
  1. Die Anfütterungen von Fischen durch die Angler des Pacht-Angelvereins sind vertraglich zu beenden. Sollte dies nicht möglich sein oder Zuwiderhandlungen stattfinden, ist das Pachtverhältnis zu beenden.
  2. Die Zusammenarbeit mit und die Beteiligung der interessierten Bürgerschaft soll verbessert werden. Dazu gehören auch die Neugestaltung des Holzunterstandes, des Spielplatzes und der Wasserspielmöglichkeit sowie in Absprache mit der Verwaltung ehrenamtliche Patenschaften in diesem Bereich durch die Bürgerschaft zu ermöglichen, weitere Nutzungsmöglichkeiten sollen zusammen mit der Vorstellung der beabsichtigten Maßnahmen in einer Bürgerversammlung innerhalb der nächsten zwei Monate diskutiert werden. Ziel ist es, das Jröne Meerke als Naherholungsgebiet zu entwickeln und dauerhaft zu verbessern
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