Neuss: Jröne Meerke – Erste Schritte in Richtung Verbesserung

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen, in sei­ner Sitzung am Dienstag den 16.09.2014, wurde auch das Thema „Verbesserung von Wasser- und Aufenthalsqualität der Jröne Meerke” behan­delt. Mit einem posi­ti­ven Ergebnis.

Foto: August 2014
Foto: August 2014

Bedingt durch Bürgeraktivitäten und der unter­stüt­zen­den Presseberichterstattung, auch über Klartext​-NE​.de, konn­ten sich die Mitglieder aller Fraktionen im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen einen gemein­sa­men Antrag ver­ab­schie­den. Erkannt wurde die Bedeutung des ein­zi­gen Naherholungsgebietes im Neusser Norden.

Seit Jahrzehnten eher ver­nach­läs­sigt rückte der nega­tive Zustand der Freizeitanlage Jröne Meerke (See und Umgebung) in den Fokus der Politik und mit die­sem ein­stim­mig ver­ab­schie­de­ten Antrag sol­len die ers­ten Schritte in Richtung Wiederherstellung eines Freizeitwertes auf­ge­nom­men werden.

Inwieweit den Worten auch Taten fol­gen, wird die Redaktion von Klartext​-NE​.de sehr auf­merk­sam ver­fol­gen. Leider wurde auch im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen die Pressearbeit in der Wahl der Berichterstattung behin­dert. Videoaufnahmen wur­den nicht zugelassen.

Hier der Text des Antrages
(Leider ist die UWG nament­lich nicht auf­ge­führt, obwohl sel­bige zusam­men mit SPD, FDP und Piraten eben­falls einen Antrag for­mu­liert hatten.)

Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/​Die Grünen, SPD, FDP, Die Linke und der AfD stel­len hier­mit den fol­gen­den Änderungsantrag als Ersatz zu den vor­lie­gen­den Anträgen der genann­ten Fraktionen.
Die Begründungen und geschil­der­ten Bedenken wer­den auf­recht erhalten:

Antrag zur Verbesserung von Wasser- und Aufenthaltsqualität des Jröne Meerke

Zur Verbesserung der Wasserqualität des Jröne Meerke und der Aufenthaltsqualität am See wer­den fol­gende von der Verwaltung sofort durch­zu­füh­rende Maßnahmen beschlossen:

  1. Es soll, wie von der Verwaltung in 2013 vor­ge­schla­gen, eine Anlage instal­liert wer­den, mit der mit­tels Druckluft eine Sauerstoffanreicherung ober­halb der Schlammablagerungen erzielt wird. Das Wachstum der Algen soll beob­ach­tet und gege­be­nen­falls die Algen wei­ter­hin abge­fischt werden.
  1. Um ein Miteinander von Gänsen und Menschen zu ermög­li­chen, wird ein Auftrag zur Erstellung eines Gänsemanagementsystems ver­ge­ben und sobald als mög­lich umgesetzt
  1. Zur Reduzierung der Schneegänsepopulation wird bis auf wei­te­res auch in den fol­gen­den Frühjahren recht­zei­tig Schnittgut auf der Insel zur Brutvermeidung aus­ge­bracht und even­tu­elle Eigelege nach Genehmigung durch die Obere Jagdbehörde ent­nom­men bzw. unfrucht­bar gemacht
  1. Spätestens im Frühjahr 2015 beginnt wenigs­tens in Abschnitten und in Abstimmung mit dem Managementsystem die Herstellung einer dau­er­haf­ten Ufervegetation.
  1. Zur Finanzierung der Gesamtmaßnahmen wer­den Haushaltsmittel in Höhe von 100.000 Euro in 2015 ein­ge­stellt. Rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen legt die Verwaltung das Konzept zur Umsetzung der Maßnahmen gemäß Ziffer 1 – 4 mit Angabe der vor­aus­sicht­li­chen Kosten zur wei­te­ren Beratung vor. Für schon im Jahr 2014 anfal­lende Kosten sol­len außer­plan­mä­ßig Haushaltsmittel bereit­ge­stellt werden
  1. Zur Durchsetzung von Fütterungsverbot und Anleinpflicht für Hunde sind mehr­mals am Tag Kontrollen vom Ordnungsdienst der Stadt durch­zu­füh­ren. Um dies zu ermög­li­chen ist der Personalbestand des Ordnungsdienstes um min­des­tens eine Person zu erhöhen
  1. Die durch Tierfütterung ent­ste­hen­den Probleme für die Gewässer unse­rer Grünanlagen sol­len in einem mehr­spra­chi­gen Flyer dar­ge­stellt wer­den, der nicht nur für das Jröne Meerke Verwendung fin­den kann. Es sol­len auch das Fütterungsverbot und die mög­li­chen Folgen der Nichtbeachtung dar­ge­stellt wer­den. Solch ein Flyer kann vom städ­tischen Ordnungsdienst, Vereinen vor Ort und Paten aus der Bürgerschaft zur Aufklärung ein­ge­setzt wer­den. Der Text und die Gestaltung des Flyers ist mit zu benen­nen­den Mitgliedern des Ausschusses abzustimmen.
  1. Die Anfütterungen von Fischen durch die Angler des Pacht-​Angelvereins sind ver­trag­lich zu been­den. Sollte dies nicht mög­lich sein oder Zuwiderhandlungen statt­fin­den, ist das Pachtverhältnis zu beenden.
  2. Die Zusammenarbeit mit und die Beteiligung der inter­es­sier­ten Bürgerschaft soll ver­bes­sert wer­den. Dazu gehö­ren auch die Neugestaltung des Holzunterstandes, des Spielplatzes und der Wasserspielmöglichkeit sowie in Absprache mit der Verwaltung ehren­amt­li­che Patenschaften in die­sem Bereich durch die Bürgerschaft zu ermög­li­chen, wei­tere Nutzungsmöglichkeiten sol­len zusam­men mit der Vorstellung der beab­sich­tig­ten Maßnahmen in einer Bürgerversammlung inner­halb der nächs­ten zwei Monate dis­ku­tiert wer­den. Ziel ist es, das Jröne Meerke als Naherholungsgebiet zu ent­wi­ckeln und dau­er­haft zu verbessern
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