Rhein-​Kreis Neuss: Netzwerk gegen Kinderarmut startet

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betrof­fen. Mit einer Quote von 21,8 Prozent liegt Nordrhein-​Westfalen laut dem Ergebnis einer Studie im Auftrag der Hans-​Böckler-​Stiftung noch über dem Bundesdurchschnitt von 18,9 Prozent. 

Das stellt auch die Jugendämter vor erheb­li­che Herausforderungen. Um die Mitgliedskörperschaften in ihrem Kampf gegen Kinderarmut zu unter­stüt­zen, för­dert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) nun auch das Kreisjugendamt des Rhein-​Kreis Neuss, die Kommune Meerbusch und die Kommune Grevenbroich über einen Zeitraum von drei Jahren mit ins­ge­samt 128.000 Euro aus exter­nen Stiftungsgeldern.

Davon gehen jeweils 48.000 Euro an Grevenbroich und an den Rhein-​Kreis Neuss sowie 32.000 Euro an Meerbusch. Bereits seit 2009 legt die LVR-​Koordinationsstelle Kinderarmut mit dem Programm „Teilhabe ermög­li­chen – Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“ den Schwerpunkt auf den Auf- und Ausbau kom­mu­na­ler Netzwerkstrukturen. Um die lokal vor­han­de­nen Angebote und Präventionsmaßnahmen der ver­schie­de­nen Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch im Gesundheits- und Schulbereich auf­ein­an­der abzu­stim­men und bedarfs­ge­recht wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, wer­den Koordinationsstellen beim ört­li­chen Jugendamt ein­ge­rich­tet und gefördert. 

Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt der Arbeit des Landesjugendamtes.“, erklärt Renate Hötte, kom­mis­sa­ri­sche LVR-​Jugenddezernentin. „Einer Benachteiligung von Kindern vor­zu­beu­gen ist Ziel unse­res Förderprogramms. Es ist wich­tig, dass der Abbau von Benachteiligungen durch Kinderarmut als res­sort­über­grei­fende Aufgabe ver­stan­den und ange­gan­gen wird.“

Das Jugendamt des Rhein-​Kreis Neuss ist der öffent­li­che Träger für die Gemeinde Jüchen, die Stadt Korschenbroich und die Gemeinde Rommerskirchen. Im Rahmen des LVR-​Förderprogramms will das Jugendamt prä­ven­tive und ziel­ge­rich­tete Angebote zur Förderung von Kindern und ihren Familien eta­blie­ren. Ziel ist es, dass alle Kinder in Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen gute Bedingungen zum Aufwachsen vor­fin­den und die glei­chen Chancen zur sozia­len Teilhabe haben.

Die Stadt Meerbusch möchte das Netzwerk „Frühe Hilfen“ zu einer gesamt­städ­ti­schen Strategie („TiM – Teilhabe in Meerbusch) wei­ter­ent­wi­ckeln. Angebote der Frühen Hilfen sol­len auch für ältere Kinder ent­wi­ckelt wer­den. Im Rahmen des LVR-​Förderprogramms legt Grevenbroich den Schwerpunkt auf Prävention: Die Stadt will Eltern und Kindern früh­zei­tig ein brei­tes Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten anbie­ten, damit Eltern aus eige­ner Kraft ihren Kindern eine gute Zukunftsperspektive bie­ten kön­nen. Ziel des Netzwerkes gegen Kinderarmut „Kinder! In Grevenbroich“ ist es, alle Akteure in Grevenbroich, die sich mit Kindern und Jugendlichen befas­sen, zusammenzubringen. 

Weitere Informationen unter www​.kin​der​ar​mut​.lvr​.de.

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